Joseph

1. Mose 37,1-28
2. SKLAVENDIENST IN ÄGYPTEN
3. IM GEFÄNGNIS
4. VOM HÄFTLING ZUM PREMIERMINISTER
5. DIE SCHULD VON ZWEI JAHRZEHNTEN
6. DIE TRÄNEN DES PREMIERMINISTERS
7. BRÜDER IM TEST
8. DIE GROSSE VERSÖHNUNG
9. DIE FAMILIE KOMMT NACH ÄGYPTEN
10. . DER SEGEN DES VATERS
11. . DIE EWIGE HEIMAT

alle Lektionen auf einen Blick

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1. Mose 37,1-28



HINTERGRUND: Joseph wurde in eine Familie hineingeboren, wo es "deine, meine und unsere" Kinder gab. Sein Vater hatte vier Frauen. Seine leibliche Mutter war bei der Geburt seines Bruders Benjamin gestorben, als Joseph keine zehn Jahre alt war. Joseph hatte mit Benjamin nur diesen einen "Voll-"Bruder, der zudem viel jünger war.

Verse 1-4
Bedenken Sie, dass Farben damals sehr teuer waren. Joseph zog sein schönes Gewand auch zur Arbeit an, so dass seine Brüder es immer sehen mussten (Vers 23). Lea, Bilha und Silpa waren Josephs Stiefmütter.

  • Was denken Sie - warum erzählte Joseph seinem Vater, was seine Brüder taten?
  • Wann (in welcher Situation) sollte man seinen Eltern sagen, was die Geschwister tun? (Vers 2)
  • Warum gab Jakob nur Joseph so ein schönes Gewand und nicht allen seinen Söhnen? Was waren seine Motive?
  • Halten Sie es für möglich, alle Kinder gleich zu lieben oder es wenigstens nicht zu zeigen, wenn man im Herzen eines den anderen vorzieht? (Vers 4)
  • Denken Sie im Stillen an Ihre eigene Familie und überlegen Sie: Warum gibt es immer wieder Hass und Streit in Familien?
    Verse 5-11
    Joseph hatte eine schwere Jugend vor sich. Er konnte noch nicht die Bibel lesen wie wir heute. Deshalb sprach Gott im Traum zu ihm.
  • Warum gab Gott dem jungen Joseph wohl gerade diese Art Träume?
  • Warum behielt Joseph seine Träume nicht für sich, sondern erzählte sie der ganzen Familie?
  • Was sagt es über Joseph, dass er die Träume nicht selbst deutete?
  • Woher wissen wir, ob einer unserer Träume eine besondere Bedeutung hat?
    Verse 12-17
    Schauen Sie auf einer Karte nach, wie weit Sichem von Hebron und Dothan entfernt ist.

  • Rechnen Sie aus, wie lange Joseph wohl unterwegs war.
  • Wie konnte Jakob es wagen, seinen 17jährigen Sohn allein auf eine solche Reise zu schicken?
  • Was zeigt uns dieser Teil der Geschichte über Josephs Charakter?

    Verse 18-22
    Durch sein farbiges Gewand erkannten die Brüder Joseph schon von weitem.

  • Wie kann es sein, dass die Brüder gar nicht an den Schmerz dachten, den sie ihrem alten Vater damit unweigerlich zufügen würden?
  • Was denken Sie - was hätte der älteste Bruder, Ruben, in dieser Situation tun oder sagen sollen?

    Verse 23-28
    Die Brüder ließen sich die Mahlzeit schmecken, die Joseph ihnen mitgebracht hatte, während Joseph in einer tiefen, dunklen und kalten Zisterne saß. Ruben hatte wahrscheinlich aufgepasst, dass die vorbeiziehende Karawane nicht die Schafe stahl. Die Brüder erinnerten sich sogar 20 Jahre später noch an die Angst Josephs, die er in dieser Situation offen zeigte. (1. Mose 42,21*)

  • Warum zogen sie ihm sein farbiges Gewand aus (Vers 23)?
  • Was sagt es über die Brüder, dass sie in aller Ruhe aßen, während ihr kleiner Bruder aus der Zisterne um Hilfe schrie?
  • Was brachte Juda dazu vorzuschlagen, seinen eigenen Bruder als Sklaven zu verkaufen? (Verse 26-27)
  • Welche Gedanken gingen Joseph wohl durch den Kopf, als er sah, wie seine Brüder mit den Kaufleuten verhandelten?
  • Wie zeigte der 17jährige Mann wohl seinen Brüdern seine Angst?

    Zusammenfassende Fragen

  • Vergleichen Sie die Ungerechtigkeit, die Sie von Ihrer Familie und Ihren Verwandten erfahren haben mit der Ungerechtigkeit, die Joseph erfahren hat.
  • Warum lässt Gott seinen Kindern so etwas zustoßen?
  • In wie vielen Fällen ist Joseph in diesem Kapitel schon ein Hinweis auf Jesus Christus?

    Zum Abschluss: Auch Jesus war der geliebte Sohn des Vaters, den die anderen Söhne nicht akzeptierten (Joh. 1). Er trug das Gewand der Gerechtigkeit, das er von seinem Vater bekommen hatte, und seine Brüder zogen es ihm aus. Er wurde auch gefangen genommen und an die Heiden verkauft. (Phil. 2) Er wurde einem Sklaven gleich.

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    2. SKLAVENDIENST IN ÄGYPTEN


    1. Mose 39

    HINTERGRUND: Es ist das 19.-18. Jh. v. Chr. - die Zeit des mittleren Reiches in Ägypten. Zu dieser Zeit war Memphis die Hauptstadt. (Schauen Sie auf einer Karte nach, wo das liegt.) Der Oberste der Leibwache war er sehr hoher und geschätzter höfischer Beamter, der für die Sicherheit des Pharao verantwortlich war.

    Verse 1-6a Lesen Sie Vers 2 und verfolgen Sie Josephs Reise von Dothan nach Memphis auf einer Karte.

  • Wenn ein Kamel 25 Kilometer am Tag zurücklegt, wie lange dauerte dann Josephs Reise?
  • Wie lange dauerte es wohl, bis Joseph den Schock überwand, dass sich sein Leben grundlegend geändert hatte?
  • Was denken Sie: Ist es möglich, dass ein Mann ein solches Schicksal ohne Bitterkeit annehmen kann? Warum (nicht)?
  • Stellen Sie sich vor, wie der Verkauf von Joseph auf dem Marktplatz von Memphis vor sich ging.
  • Welche Charakterzüge Josephs machten den hochgeschätzten Sklavenkäufer wohl auf Joseph aufmerksam?
  • Welche Arbeiten musste Joseph wohl in der ersten Zeit als Sklave verrichten?
  • Was hielt Joseph davon ab, allen Lebensmut zu verlieren?
  • Wie lange dauerte es wohl, bis dieser 17jährige Junge, der jetzt ganz auf sich gestellt war, die Sprache Ägyptens beherrschte?
  • Wie wurde Joseph wohl geprüft, bevor ihm mehr Verantwortung übertragen wurde?
  • Wenn Joseph voller Bitterkeit gewesen wäre, wie hätte sich das in seinem Leben gezeigt?
  • Woher wusste Joseph, dass der Herr bei ihm war?
  • Woran sahen die anderen, dass der Herr mit ihm war?
  • Wie war es möglich, dass der etwa 20jährige Joseph eine höhere Stellung im Haus bekam als die Sklaven, die im Haus geboren worden und zum Teil sicher doppelt so alt waren wie er?

    Verse 6b-10
    Joseph war in einem Alter, in dem der Körper jede Menge Hormone ausschüttet, und er konnte nicht einfach heiraten. Deshalb wurden an vielen Höfen damals die Diener kastriert, damit sich zwischen ihnen und ihren Herrinnen keine geheimen Beziehungen entwickeln konnten. Im Hause Potiphars wurden die Sklaven nicht kastriert, aber sicher hatte er seinen Sklaven eingeschärft, seine Frau nicht anzurühren. (Vers 9)

  • Von welcher Art Ehe träumte Joseph wohl?
  • Was denken Sie von einer Frau, die ihrem jungen Sklaven solche Angebote macht (Verse 7.10)?
  • Welche Gefühle weckt das "Nein" eines Mannes normalerweise im Herzen einer Frau?
  • Wie versuchte Frau Potiphar wahrscheinlich, Josephs Selbstbeherrschung zu durchbrechen?
  • Was halten Sie für wahrscheinlicher: Dass Frau Potiphar a) sich wirklich in Joseph verliebt hatte oder dass sie b) schon vorher Beziehungen mit ihren Sklaven hatte?
  • Wenn Joseph eine sexuelle Beziehung zu seiner Herrin angefangen hätte, wie hätte er das vor seinem Gewissen rechtfertigen können?
  • Lesen Sie Josephs Antwort in den Versen 8-9 ganz genau. Was hielt den jungen Mann davon ab, seine sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen, als er die Gelegenheit dazu hatte?
  • Wie können wir sexuellen Versuchungen so widerstehen wie Joseph? (Sie können auch im Stillen antworten.)

    Verse 11-20
  • Warum gab Frau Potiphar nicht auf (Verse 11-12)?
  • Hätte Joseph (außer der Flucht) noch eine andere Möglichkeit gehabt, dieser furchtbaren Situation zu entkommen? Wenn ja, welche?
  • Denken Sie, dass Frau Potiphar die Konsequenzen ihres Handelns bedachte, als sie beschloss, sich an Joseph zu rächen (Verse 13-14)? Begründen Sie Ihre Meinung.
  • Wem haben wohl die anderen Sklaven geglaubt: der Herrin oder Joseph? Begründen Sie Ihre Meinung.
  • Welche Ungereimtheiten gibt es in der Geschichte von Frau Potiphar (Verse 17-18)?
  • Potiphar wusste, dass Joseph immer ehrlich gewesen war. Warum glaubte er Josephs Worten in dieser Situation nicht?
  • Warum glaubt die Welt, wenn es um sexuelle Belästigung geht, eher der Frau als dem Mann?
  • Was dachte Joseph wohl über Gott, als er ins Gefängnis geworfen wurde?
  • Warum wurde Joseph in das Gefängnis der Beamten gebracht, und nicht in das Gefängnis der Sklaven?

    Zusammenfassende Frage:
  • Inwiefern erinnert uns das Schicksal Josephs an das Schicksal Jesu?

    Zum Abschluss: Sowohl Joseph als auch Jesus widerstanden den Versuchungen des Teufels, aber sie wurden beide so bestraft, als hätten sie der Versuchung nicht widerstanden.

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    3. IM GEFÄNGNIS


    1. Mose 39,21-4,23

    Lesen Sie 1. Mose 39,21-23. Alle Insassen dieses Gefängnisses waren gebildete Menschen und sozusagen "politische Gefangene". Joseph selbst war etwa 24 Jahre alt, als er ins Gefängnis kam.

  • Wie hätte Joseph darauf reagieren können, dass er ohne Gerichtsverhandlung und ohne die Möglichkeit, sich zu verteidigen, ins Gefängnis geworfen wurde?
  • Was zeigt das über Joseph, dass er sogar im Gefängnis nicht aufgab?
  • Wie war der Herr im Gefängnis bei Joseph (Vers 23)?
  • Was lernte Joseph in dieser Stellung des "Gefangenen des Vertrauens", was ihm später zugutekam?

    1. Mose 40,1-8
    Später erfahren wir, dass diese Begebenheit zwei Jahre vor der Entlassung Joseph geschah, als er 28 Jahre alt war. Zu dieser Zeit war Joseph schon elf Jahre in Ägypten.

  • Vergleichen Sie Vers 3 mit Kap. 39,1. Was bedeutete es für die Gefangenschaft Josephs, dass sich das Gefängnis im Garten vom Hause Potiphars befand?
  • Von welchen neuen Wesenszügen und Fähigkeiten Josephs erfahren wir in diesem Kapitel?
  • Was halten Sie von Vers 8?

    Verse 9-15
    Diese Verse beschreiben, wie in Joseph die Hoffnung geweckt wurde, freigelassen zu werden.

  • Konnte Joseph den Traum aufgrund seiner Klugheit deuten, oder bekam er eine göttliche Offenbarung? Begründen Sie Ihre Meinung.
  • Warum erwähnt Joseph weder seine Brüder noch Frau Potiphar, als er von seinem Leben erzählt (Vers 15)?
  • Welche Zukunft wünschte sich Joseph wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt?

    Verse 16-23
  • Was wäre geschehen, wenn Joseph die Deutung des Traums des Bäckers verändert oder verbessert hätte (statt sie so zu sagen, wie sie war)?
  • Denken Sie, dass die Situation in Vers 23 Joseph in Unglauben und Verzweiflung trieb? Begründen Sie Ihre Meinung.
  • Wie hätte sich Joseph verhalten, wenn er allen Glauben an Gott und an seine Hilfe verloren hätte?
  • Warum zeigte Gott nicht Joseph in einem Traum, dass seine Gefangenschaft nur noch zwei Jahre dauern würde (Kap. 41,1)?
  • Was würde passieren, wenn Gott uns offenbaren würde, wie lange unser Leiden dauern wird?
  • Wovor wurde Joseph bewahrt, während er seine Jugend im Gefängnis verbrachte?
  • Was lernte Joseph in der Sklaverei und im Gefängnis, was er in seinem Vaterhaus niemals gelernt hätte?
  • Vergleichen Sie Ihre eigene Jugend mit der Jugend Josephs. Wer von Ihnen beiden hatte eine bessere Position im Leben?

    Zusammenfassende Frage:
  • Wo können wir in diesem Kapitel Jesus finden?

    Zum Abschluss: Die Verse 13 und 19 zeigen uns zwei verschiedene Bedeutungen des Worts "erheben/erhöhen" in der Bibel und im Leben von Jesus. Jesus wurde zuerst am Kreuz erhöht und dann zur Rechten des Vaters. "Wie Mose in der Wüste eine Schlange aus Bronze an einem Pfahl aufrichtete, damit jeder, der sie ansah, am Leben blieb, genauso muss auch der Menschensohn erhöht werden. Jeder, der ihm vertraut, wird das ewige Leben haben." (Joh. 3,14-15)

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    4. VOM HÄFTLING ZUM PREMIERMINISTER


    1. Mose 41

    HINTERGRUND: Träume und Traumdeuter standen im alten Ägypten hoch im Kurs. Hirten dagegen waren in dieser ackerbaulich geprägten Kultur nicht sehr geschätzt. Joseph war jetzt 30 Jahre alt, und er versuchte nicht zu verschweigen, dass er von Geburt ein hebräischer Hirte war.

    Verse 1-14
  • Wie sahen die letzten zwei Jahre, die Joseph im Gefängnis verbrachte, wohl aus?
  • Was war an den Träumen des Pharao so furchtbar, dass es ihn so sehr beunruhigte?
  • Wie lange dauerte es wahrscheinlich, bis Joseph gewaschen, frisiert und angekleidet war und er zu dem ungeduldig wartenden Pharao gebracht werden konnte?
  • Welche Gedanken und Gefühle gingen Joseph währenddessen wohl durch den Kopf?

    Verse 15-36
    Durch die Schneeschmelze der äthiopischen Berge trat der Nil regelmäßig jedes Jahr über die Ufer, so dass Ägypten oft von Hungersnöten heimgesucht wurde.

  • Vergleichen Sie die beiden Versionen der Träume Pharaos miteinander. Warum reichte für Gott nicht ein Traum aus, um die Botschaft an den Pharao weiterzugeben?
  • Stellen Sie sich vor, wie Joseph aussah, als er vor dem Thron des Pharao stand. Inwiefern war er wohl anders als die Weisen Ägyptens, die der Pharao um sich hatte (Vers 24)?
  • Wie hätte Joseph gesprochen, wenn ihm daran gelegen gewesen wäre, das Wohlwollen des Pharao zu gewinnen?
  • Was zeigen uns Josephs Worte aus Vers 16 über ihn und seinen Glauben?
  • Was hatte Josephs Selbstachtung während der langen Jahre der Sklaverei und Gefangenschaft aufrechterhalten?
  • In den Jahren des Überflusses sollte ein Fünftel der Ernte für die Jahre des Mangels eingelagert werden. Woher hatte Joseph plötzlich diese Zahl "ein Fünftel"?
  • Was zeugt sonst noch von Josephs Intelligenz?

    Verse 37-46
    Zu dieser Zeit war das Zähmen von Pferden etwas Neues, was gerade erst begonnen hatte. Daher wurden Pferde so teuer gehandelt wie heute die teuersten Luxusautos.

  • Ägypten hatte hunderte von Göttern. Warum nannte der Pharao in dieser Situation keinen einzigen von ihnen beim Namen (Verse 38-39)?
  • Warum ging der Pharao das Risiko ein und legte das gesamte Königreich in die Hände eines völlig unbekannten Ausländers?
  • Was hielt Joseph davon ab, zu sehr stolz auf die Ehre zu sein, die er nun bekam?
  • Was zeigt es über Joseph, dass er die Frau heiratete, die der Pharao für ihn aussuchte (Vers 45)?
  • Was sagt es über Joseph, dass er nie selbst nach einer anderen Frau suchte?
  • Asenat war die Tochter des Priesters des Sonnengottes Re aus On oder Heliopolis, wie die Griechen sagen. (Schauen Sie auf einer Karte nach.) Was änderte sich im Leben Asenats, als sie Josephs Frau wurde (Vers 45)?
  • Welche Art Premierminister wäre Joseph geworden, wenn er sofort an die Macht gekommen wäre, als er sein Zuhause verließ, ohne Sklaverei und Gefangenschaft?
  • Wie sah wohl die Reaktion von Potiphar und seiner Frau auf die Ernennung des neuen Premierministers aus?

    Verse 47-57
    Korn hält sich in Ägypten gut, weil die Luft trocken ist. Die Namen der Söhne zeigen uns etwas vom Herzen Josephs.

  • Wann merkte Joseph wohl, dass die ganzen Tragödien in seinem Leben doch Gottes Plan für sein Leben waren?
  • Was sagt uns der Name Manasse über das Leben von Joseph (Vers 51)? (Denken Sie, dass dieser Vers bedeutet, Joseph hätte seinen Vater und seine Heimat wirklich vergessen? Begründen Sie Ihre Meinung.)
  • Was sagt uns der Name Ephraim über den Glauben Josephs (Vers 52)?
  • Wenn Sie auf Ihr Leben zurückblicken, welcher der Verse beschreibt es besser - Vers 51 oder Vers 52?

    Zusammenfassende Frage:
  • Wo finden wir in diesem Kapitel Jesus?

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    5. DIE SCHULD VON ZWEI JAHRZEHNTEN



    1. Mose 42,1,28

    HINTERGRUND: Joseph war schon 13+7+1, also 21 Jahre, verschollen. Er war jetzt 38 Jahre alt. Seine Brüder waren 40-50 Jahre alt, außer Benjamin, der noch unter 30 war. Die großen Brüder waren bereits verheiratet und hatten Kinder.

    Verse 1-4
  • Denken Sie, dass Josephs Brüder manchmal miteinander über Joseph sprachen? Warum (nicht)? (Verse 1.2.21)
  • Inwiefern beeinflusste das Geheimnis um das Schicksal Josephs das Leben in der Sippe Jakobs?
  • Wie hatte der Vater wohl den jüngsten Sohn erzogen, Josephs einzigen "Vollbruder" (Vers 4)?

    Verse 5-12
  • Wie war es möglich, dass die Brüder Joseph nicht erkannten?
  • Welche Gedanken gingen Joseph wohl in diesen Momenten durch den Kopf? (Denken Sie, dass Joseph immer noch Rache wollte?)
  • Plötzlich erinnerte sich Joseph an alle Träume, die er in seiner Jugend gehabt hatte. Wie beeinflussten diese ihn jetzt (Verse 9-12)?
  • Warum warf Joseph seinen Brüdern Spionage vor, statt ihnen zu sagen, wer er war?
  • Was würden Sie tun, wenn der Mensch, der Sie am meisten verletzt hat, plötzlich von Ihnen abhängig ist?

    Verse 13-20
    Bedenken Sie, dass jeder der Brüder in Kanaan Frau und Kinder hatte, die verhungern würden, wenn die Brüder nicht bald zurückkehrten.

  • Was verlangte Joseph zuerst von seinen Brüdern (Verse 13-17)?
  • Was zeigt es über die Brüder Josephs, dass keiner von ihnen Benjamin aus dem Land Kanaan holen wollte?
  • Was wollte Joseph dadurch erreichen, dass er seine Brüder ins Gefängnis warf?
  • Warum änderte Joseph seine Meinung und ließ seine Brüder wieder frei (Verse 18-19)?
  • Warum bat Joseph seine Brüder, ihm Benjamin zu bringen und nicht z.B. seinen Vater (Vers 20)?
  • Was lernen wir in diesem Kapitel über den Glauben Josephs?

    Verse 21-28
  • Schauen Sie sich die Verse 21, 22 und 28 an. Was denken Sie, wer hatte seit der letzten Begegnung ein glücklicheres Leben - Joseph oder seine Brüder? Warum?
  • Wie beeinflusst ein schlechtes Gewissen den Alltag und die Beziehungen von Menschen?
  • Was tun Sie, wenn Ihr Gewissen Sie anklagt? (Sie können auch im Stillen antworten.)
  • Was zeigt es über Joseph, dass er in dieser Situation noch fähig war zu weinen (Verse 23-24a)?
  • Warum weinte Joseph?
  • Was war wohl am schwersten für Simeon, als er allein im ägyptischen Gefängnis bleiben musste (Vers 24b)?
  • Warum wollte Joseph seinen Brüdern das Geld für das Getreide zurückgeben (Verse 27.28.35)?

    Zusammenfassende Frage:
  • Wo können wir in diesem Kapitel Jesus finden?

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    6. DIE TRÄNEN DES PREMIERMINISTERS


    1. Mose 43,1-34

    HINTERGRUND: Simeon ist in Ägypten im Gefängnis und wird nicht eher freigelassen, bis Benjamin vor dem scheinbar so reizbaren Premierminister erscheint. Simeons Frau und Kinder warten darauf, dass Simeon nach Hause zurückkommt. Inzwischen ist alles Getreide der Sippe verbraucht, und die Enkelkinder schauen ihren Großvater Jakob mit großen Augen aus blassen Gesichtern an.

    Verse 1-7
  • Wusste Joseph nicht, in welch schwierige Situation er den Vater brachte, oder kümmerte es ihn einfach nicht?

    Verse 8-14
  • Juda hatte damals den Vorschlag gemacht, Joseph zu verkaufen. Welches Motiv hatte er wohl jetzt, als er seinem Vater das Versprechen der Verse 8-10 machte?
  • Warum änderte Jakob seine Meinung und ließ Benjamin ziehen?
  • Sind die Worte Jakobs in den Versen 11-14 Ausdruck von Glauben oder Unglauben? Begründen Sie Ihre Meinung.
  • Es war Jakob nicht vergönnt, die Menschen bei sich zu haben, die ihm am nächsten standen. Warum wollte Gott einen alten Mann prüfen, indem er ihm das Liebste nahm?
  • Warum prüft uns Gott manchmal auf dieselbe Art - indem er uns das Liebste nimmt?
  • Welche positiven Auswirkungen hatte die Trennung vermutlich auf die Beziehung von Benjamin und Jakob?

    Verse 15-24
    Bedenken Sie, dass Josephs Diener die Sprache, in der sich die Brüder unterhielten, nicht verstanden. Sie mussten immer durch einen Dolmetscher mit ihnen reden. Lesen Sie nochmals Kap. 42,25.
  • Was erfahren wir daraus, dass Josephs Verwalter diesen Gottesnamen benutzt (Vers 23)?
  • Woher wusste Josephs Verwalter, an welchen Gott diese Männer und ihr Vater glaubten?
  • Was bemerkten die Brüder, als sie Simeon wiedersahen (Vers 23b)?
  • Warum wurden diese Einzelheiten in der Bibel aufgeschrieben?

    Verse 25-34
    Lesen Sie Vers 32. Wir wissen aus der Geschichte, dass die ägyptischen Bauern die Nomaden verachteten und sie "Wüstentrampler" nannten.
  • Warum wollte Joseph gemeinsam mit seinen Brüdern essen?
  • Was sagt uns Josephs erste Frage über ihn (Verse 27-28)?
  • Was ging Joseph wohl durch den Kopf, als er seinen kleinen Bruder Benjamin nach 20 Jahren wiedersah?
  • Warum weinte Joseph (Verse 29-30)?
  • Was dachten wohl der Haushalter und die Diener, als sie ihren Herrn weinen hörten?
  • Denken Sie, dass sich Joseph einfach schämte zu weinen, wie das bei den meisten Männern ist? Begründen Sie Ihre Meinung.
  • Aus Vers 32 lernen wir, dass Joseph, obwohl er der zweite Mann im Staate war, nie mit den Ägyptern an einem Tisch gegessen hatte. Warum hatte Joseph nie versucht, seine Herkunft zu verleugnen und ägyptischer Staatsbürger zu werden?
  • Worüber wunderten sich die Brüder, als sie am Tisch saßen (Verse 33-34)?
  • Was halten Sie für wahrscheinlicher - dass Joseph seinen Brüdern so viel Alkohol einschenkte, dass sie betrunken wurden, oder dass die Brüder bereitwillig so viel tranken?

    Zusammenfassende Fragen:
  • Wo können wir in diesem Kapitel Jesus finden?
  • Finden Sie Gemeinsamkeiten zwischen diesem Festmahl und dem letzten Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern feierte.

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    7. BRÜDER IM TEST


    1. Mose 44,1-45,3

    Verse 1-10
  • Was dachte wohl der Verwalter Josephs über dieses ganze Chaos?
  • Warum prüfte Joseph die Brüder auf diese Art, und warum musste der Becher ausgerechnet in Benjamins Sack gelegt werden?
  • Was zeigt uns die Antwort der Brüder über sie (Verse 7-9)?

    Verse 11-17
    Die Situation war immer noch dieselbe: Wenn die Brüder das Getreide nicht bald nach Hause brächten, würden ihre Familien verhungern.

  • Was war für die Brüder wohl am schlimmsten, als der Becher endlich in Benjamins Sack gefunden wurde?
  • Denken Sie, dass einige von den Brüdern für einen Augenblick an Benjamin zweifelten? Begründen Sie Ihre Meinung.
  • Wie fühlte sich Benjamin wohl in dieser Situation?
  • Warum waren die Brüder wegen der Vorliebe des Vaters nicht mehr so eifersüchtig auf Benjamin, wie sie es auf Joseph gewesen waren?
  • Was zeigt es über die Brüder, dass keiner von ihnen mit dem Getreide, aber ohne Benjamin, nach Hause zurückkehren wollte (Vers 13)?
  • Was braucht ein Erwachsener, um Rivalitäten unter Geschwistern hinter sich zu lassen?
  • Was ging den Männern wohl durch den Kopf, als sie auf dem Weg zurück in die Stadt waren (Vers 13)?
  • Was zeigt uns Vers 16 über Juda?
  • Wie kann Schuld einen Menschen verändern?
  • Was denken Sie - haben die Brüder in den 20 Jahren mit Gott über ihre Schuld gesprochen? Begründen Sie Ihre Meinung.

    Verse 18-24
  • Welches Bild zeichnet Juda von seinem alten Vater und seiner Beziehung zu ihm?
  • Was sagt Juda über seine jüngsten Brüder Joseph und Benjamin, und was lässt er weg?
  • Juda hatte 20 Jahre zuvor vorgeschlagen, Joseph zu verkaufen. Nun war er bereit, für den Rest seines Lebens in Ägypten zu bleiben. Welche Folgen hätte es gehabt, wenn Joseph diesen Vorschlag angenommen hätte?


    1. Mose 45,1-3
  • Was hatte Joseph über seine Brüder herausgefunden, bevor er sich ihnen zu erkennen gab?
  • Warum wollte Joseph die Ägypter in diesem Moment nicht dabei haben?
  • Was verursachte einen solchen Gefühlsausbruch bei Joseph?
  • Versuchen Sie die Gefühle der Brüder zu beschreiben, als sie hörten, wie der Premierminister von Ägypten in ihrer eigenen Sprache zu ihnen sagte: "Ich bin Joseph!"
  • Warum stellte Joseph eine Frage, deren Antwort er schon kannte (vgl. Kap. 43,27-28)?

    Zusammenfassende Frage:
  • Wo können wir in diesem Kapitel Jesus finden?

    Zum Abschluss: Jesus wurde im Stamm Juda geboren. Er wurde freiwillig ein Sklave, damit er uns von der Sklaverei von Sünde, Tod und Teufel freikaufen konnte. Jesus vollzog damit genau den Tausch, den sein Stammvater Juda in unserem Text vorschlug.

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    8. DIE GROSSE VERSÖHNUNG


    1. Mose 45,4-25

    Verse 4-8
    Joseph hatte 22 Jahre Zeit, um über den Sinn seines Leidens und die Beziehung zu seinen Brüdern nachzudenken.

  • Was berührt Sie an dieser Beschreibung am meisten?
  • Wie kam Josephs Überzeugung, dass es Gott selbst gewesen war, der ihn nach Ägypten gesandt hatte, und nicht seine Brüder (Verse 5.7.8)?
  • Worin liegt der Unterschied zwischen diesen beiden Aussagen: "Gott ließ es zu, dass Joseph als Sklave verkauft wurde" und "Gott schickte Joseph in die Sklaverei"?
  • Wie hätte Joseph wohl in dieser Situation gehandelt, wenn er die Brüder, und nicht Gott, für sein Unglück verantwortlich gemacht hätte?
  • Wie fühlten sich wohl die Brüder, als sie Josephs Worte hörten, besonders die in Vers 5?
  • Was müsste passieren, damit sie von dem Schmerz, der ihnen von einem anderen Menschen zugefügt wurde, sagen können: "Es war nicht er/sie, es war Gott"?

    Verse 9-15
  • Was sagen uns Josephs Worte über die Beziehung zu seinem alten Vater (Verse 9-13)?
  • Was wollte Joseph seinem Vater Jakob über sich selbst mitteilen?
  • Stellen Sie sich diesen Tag einmal von Benjamins Perspektive aus vor, der nicht wusste, dass Joseph verkauft worden war. Wie fühlte sich Benjamin wohl in dem allen (Vers 14)?
  • Worüber sprach Joseph wohl mit jedem seiner Brüder (Vers 15)?
  • Wie versuchte Joseph seinen Brüdern seine Liebe zu zeigen?
  • Was lernen wir aus diesen Versen über Vergebung?


    Verse 16-20
    Sie erinnern sich sicher, dass die Ägypter normalerweise keine Nomaden in ihren Reihen duldeten.

  • Warum machte der Pharao diese Versprechen?

    Verse 21-25
    Schekel (die Silbermünze in Vers 22 - Anm. d. Übers.) ist ein Gewicht (10-16 g).

  • Als Kind hatte Joseph von seinem Vater ein besonderes Gewand bekommen. Warum gab er jetzt jedem seiner Brüder ein besonders schönes Gewand und Benjamin fünf Gewänder?
  • Wie viele Kilogramm Silber erhielt Benjamin? (Vers 22)
  • Was denken Sie - ob die anderen Brüder ein bisschen eifersüchtig waren, weil Benjamin diese Sonderbehandlung bekam? Begründen Sie Ihre Meinung.
  • Welche Art von Streit sah Joseph voraus, als er die Worte in Vers 24 sagte?
  • Wie änderte sich auf dieser Reise der Glaube der Brüder an Gott?

    Zusammenfassende Fragen:
    Inwiefern ist Joseph in diesem Kapitel ein Vorläufer Jesu?
    Inwiefern verhält sich Joseph ähnlich wie der Vater des verlorenen Sohnes?

    Zum Abschluss: Joseph ist wie Jesus ein Bruder, der vergibt. Deshalb musste er seinen Geschwistern in jeder Hinsicht gleich werden, um vor Gott ein barmherziger und treuer Hoher Priester für uns sein zu können; ein Hoher Priester, durch den die Sünden des Volkes gesühnt werden. Und weil er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er auch denen helfen, die in Versuchungen geraten. (Hebr. 2,17-18 HfA)

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    9. DIE FAMILIE KOMMT NACH ÄGYPTEN


    1. Mose 46,31-47,31

    HINTERGRUND: Sehen Sie auf einer Karte nach, wo Goschen und Ramses liegen. Die Pharaonen mit dem Namen Ramses regierten Ägypten hunderte Jahre nach diesen Ereignissen, also hieß diese Gegend zu Jakobs Zeiten sicher noch anders. Das ist so, als würden wir von der Hauptstadt Norwegens im 19. Jahrhundert als Oslo reden, obwohl sie damals Christiana hieß.

    1. Mose 46,31-34
  • Welche Pläne hatte Joseph scheinbar für seine Familie?
  • Welche Konflikte versuchte Joseph hier zu vermeiden?
  • Was zeigt uns Vers 34 über Josephs eigenes Leben?

    1. Mose 47,1-6
  • Zu welchem Zweck führte Joseph diese Begegnung herbei?
  • Als Bibelleser bekommt man den Eindruck, dass Joseph die ganze Zeit sehr angespannt neben seinen Brüdern steht. Warum war er so angespannt?
  • Welches Bild bekommen wir hier vom Pharao?
  • Denken Sie, dass die Brüder auf den Pharao einen guten Eindruck machten, oder hielt er sein Versprechen nur wegen Joseph? Begründen Sie Ihre Meinung.
  • Denken Sie, dass der Pharao wusste, was die Brüder Joseph angetan hatten? Warum (nicht)?

    Verse 7-10
    Stellen Sie sich vor, wie der 130 Jahre alte Stammvater den Thronsaal betritt und sich auf seinen Stock stützt. (Er hatte ja als Erinnerung an den Segen Gottes immer noch das Problem mit seiner Hüfte.)
  • Warum grüßte Jakob bei seinem Eintritt den Pharao mit einem Segen, und auch als er hinausging?
  • Wie hat sich wohl der 130 Jahre alte Jakob in die Hofetikette eingefügt?
  • Was denken Sie - wie sah Jakob sein eigenes Leben (Vers 9)?
  • Welches Bild bekommt der Pharao offensichtlich vom Vater seines Premierministers?

    Verse 11-12
  • Inwiefern war das Leben in Jakobs Sippe in Ägypten anders als vorher in Kanaan?
  • Wie gestaltete sich jetzt vermutlich die Beziehung zwischen Joseph und seinen Brüdern?
    Verse 13-20
  • Wenn Sie an Josephs Stelle gewesen wären, wie hätten Sie die Verteilung des Getreides organisiert?
  • Was wäre geschehen, wenn man das Getreide kostenlos verteilt hätte?

    Verse 21-26
    Aus der späteren Geschichte Ägyptens wissen wir, dass die Priesterschaft viel Macht hatte, reich war - und von Steuern befreit.
  • Was lässt darauf schließen, dass die Menschen den Steuersatz von 20 % als moderat ansahen und diese Art "Landsklaverei" für erträglich hielten?

    Verse 27-31
  • Warum spricht Jakob über seine Beerdigung gerade mit Joseph?
  • Warum ist der Ort, wo er begraben wird, so wichtig für Jakob (Verse 29-31)?
  • Wie sind Sie auf Ihren Tod vorbereitet?

    Zusammenfassende Frage:
  • Wo können wir in diesem Kapitel Jesus finden?

    Zum Abschluss: Jesus behauptet fast 2000 Jahre nach seinem Tod, dass Jakob immer noch lebt: "Was nun die Auferstehung der Toten betrifft: Habt ihr nicht in der Heiligen Schrift gelesen, wie Gott sagt: 'Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.'? Er ist doch nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden!" (Mt. 22,31-32)

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    10. DER SEGEN DES VATERS


    1. Mose 48 und 49,22-26

    HINTERGRUND: Josephs Söhne waren inzwischen Anfang 20. (Sie waren schon vor Beginn der Hungersnot geboren worden.) Manasse und Ephraim wurde in der ägyptischen Oberschicht erzogen: Schließlich war ihr Großvater Priester der Gottheit Ra.

    Verse 1-6
    Lus ist Bethel, wo Jakob die Himmelsleiter gesehen hatte (Vers 3). Die Teilung des Stammes Joseph in zwei Teile garantierte, dass zwölf Stämme ihr Erbe im Land Kanaan antreten würden. Die Leviten durften kein Land besitzen, weil der Herr ihr Erbteil war.

  • Wie fühlte sich Joseph wohl, als er die Nachricht von der Krankheit seines Vaters bekam (Vers 1)?
  • Warum wollte Joseph seine Söhne mit auf diese Reise nehmen (Verse 1b-2)?
  • Was denken Sie, warum wollte Jakob Josephs Söhne adoptieren (Vers 5)?

    Verse 7-12
    Es war schon mindestens 60 Jahre her, dass Rahel, Josephs Mutter, gestorben war.

  • Kurz vor seinem Tod wollte Jakob Joseph noch etwas über seine Mutter erzählen. Warum?
  • Wie war die Beziehung von Joseph zu seinem Vater jetzt, als dieser im Sterben lag?
  • Wie fühlten sich die Kinder wohl am Totenbett ihres Großvaters?
  • Als Israel Ägypten 400 Jahre später verließ, waren die Nachkommen von Manasse und Ephraim dabei. Wie hatte Joseph verhindern können, dass seine Söhne Ägypter/Heiden wurden?
  • Was sollten wir tun, damit unsere Kinder inmitten einer post-christlichen Kultur keine Heiden werden?

    Verse 13-20
    Manasse war Josephs Erstgeborener, aber Jakob segnete mit seiner rechten Hand Ephraim. Der Stamm Ephraim wurde später einer der größten Stämme Israels. Jakob ist der erste Mensch in der Bibel, der von Gott als dem guten Hirten redet (Vers 15b nach Luther: "der Gott, der mein Hirte gewesen ist mein Leben lang bis auf diesen Tag").

  • Wie bewertet Jakob das Leben seines Vaters und seines Großvaters (Vers 15a)?
  • Was ist Jakobs Fazit am Ende seines eigenen Lebens (Verse 15b-16)?
  • Wie kann Jakob behaupten, er wäre vor allem Bösen bewahrt geblieben (Vers 16a) - waren Rahels Tod und Josephs Verschwinden nicht Unglück genug?
  • Am Totenbett gesprochen Worte bleiben der Familie gewöhnlich für immer in Erinnerung. Was möchten Sie als Ihre letzten Worte sagen?

    Verse 21-22
    "Bergrücken" heißt auf Hebräisch "Sichem". Jakob hatte das Land in Sichem gekauft (das einzige Stück Land, das er in seinem ganzen Leben besaß). Aber er musste es wieder aufgeben, nachdem seine Söhne nach der Vergewaltigung ihrer Schwester ein Blutbad angerichtet hatten.

  • Gott hatte versprochen, Jakob das Land Kanaan zu geben. Was dachte Jakob jetzt über diese Verheißung? Vergleichen Sie die Verse 4 und 21.
  • Wie lässt sich die Unstimmigkeit in Vers 22 erklären? Kaufte Jakob das Stück Land, oder eroberte er es? (vgl. 1. Mose 33,19)

    1. Mose 49,22-26
    Jakob segnete alle seine Söhne. Wir beschäftigen uns hier nur mit dem Segen, den Joseph erhielt.

  • Was sah Jakob für die Zukunft von Joseph und seinen Nachfahren voraus (Verse 22-24)?
  • Was ist der "Segen oben vom Himmel herab" und der "Segen von der Flut, die drunten liegt" (Vers 25 nach Luther)? Wo haben Sie diesen Segen in Ihrem Leben erlebt (Verse 25-26)?
  • Joseph war ein Vornehmer und ein Prinz unter seinen Brüdern (Vers 26b). Warum machte Gott nicht ihn zum Vorfahren des Messias sondern Juda, der niemals so gut war wie Joseph?

    Zusammenfassende Frage:
  • Wo können wir in diesem Kapitel Jesus finden?

    ZUM ASCHLUSS: Joseph hat Sichem nie wieder mit eigenen Augen gesehen, aber seine Gebeine wurden wirklich 400 Jahre später dort beigesetzt (Jos. 24,32). Dort traf Jesus auch die Samariterin und sagte zu ihr: "Wer dieses Wasser trinkt, wird bald wieder durstig sein. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, der wird nie wieder Durst bekommen. Dieses Wasser wird in ihm zu einer Quelle, die bis ins ewige Leben hinein fließt." (Joh. 4,13-14)

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    11. DIE EWIGE HEIMAT


    1. Mose 50

    HINTERGRUND: Joseph konnte seinem Vater wirklich die Augen zudrücken, genau wie Gott es Jakob versprochen hatte. Joseph hatte das verheißene Land nicht wiedergesehen, seit er es als junger Mann von 17 Jahren verlassen musste.

    Verse 1-10
    Einbalsamierungen werden sonst im Alten Testament nicht erwähnt. Jakob und Joseph bilden wohl eine Ausnahme. Die Balsamierung dauerte normalerweise 70 Tage, konnte aber auch in kürzerer Zeit durchgeführt werden, s. Vers 3. Schauen Sie auf einer Karte nach, wie weit Goschen, Goren-Atad (oder Abel-Mizrajim - der Ägypter Klage) und Hebron voneinander entfernt sind.

  • Was zeigt uns die Trauer Josephs über ihn (Vers 1)?
  • Wie stellte der Pharao sicher, dass sein Premierminister aus seinem Heimatland nach Ägypten zurückkehrte?

    Verse 11-14
    Es gab für Jakob sozusagen zwei Begräbnisfeiern: eine in Goren-Atad westlich des Jordans und eine in Mamre, in der Höhle auf dem Feld von Machpela. Den Angehörigen des ägyptischen Hofes war es offensichtlich nicht gestattet, der zweiten Feier beizuwohnen. Das Grab existiert heute noch, darf aber nur von Muslimen besucht werden.

  • Wie mag sich Joseph gefühlt haben, als er das verheißene Land noch einmal besuchen durfte? Welche Gedanken gingen ihm wohl auf dieser Reise durch den Kopf?

    Verse 15-21
  • Warum fürchteten die Brüder die Rache Josephs (Vers 15)?
  • Warum baten sie Joseph nicht in ihrem eigenen Namen um Vergebung (Verse 16-17)?
  • Warum weinte Joseph (Vers 17b)?
  • Was zeigten die Tränen Josephs seinen Brüdern?
  • Was meinten seine Brüder eigentlich mit ihrer Aussage in Vers 18b?
  • Was zeigen uns die Verse 19-21 über Joseph?
  • Was, wenn Joseph seinen Brüdern einfach geantwortet hätte: "Ist schon okay." Was hätten diese Worte bewirkt?
  • Denken Sie, dass Josephs Brüder nun endlich Frieden im Herzen hatten? Warum (nicht)?
  • Was lernten die Brüder hier über die Gnade?

    Verse 22-26
    Die Ägypter waren von dem Gedanken der Unsterblichkeit geradezu besessen. Je größer das Grab und je mehr Grabbeigaben darin, umso besser sei die Ewigkeit, so glaubten sie. Aber Joseph glaubte das nicht.

  • Denken Sie, dass Joseph bis ins hohe Alter in Ägypten eine hohe Position innehatte? Begründen Sie Ihre Meinung.
  • Wie sah Joseph seinem eigenen Tod entgegen?
  • Warum baute Joseph sich nicht ein großartiges Grabmal voller Schätze, wie es die anderen vornehmen Ägypter taten?
  • Das Neue Testament beschreibt den Glauben Josephs so: "Weil Joseph an Gottes Zusagen glaubte, konnte er vor seinem Tod voraussagen, dass die Israeliten Ägypten eines Tages wieder verlassen würden. Er rechnete so fest damit, dass er anordnete, sie sollten bei ihrem Weggang seine Gebeine mitnehmen." (Hebr. 11,22) Warum sah der Schreiber des Hebräerbriefes gerade diese Bitte als den größten Beweis für Glauben in Josephs Leben an?

    Zusammenfassende Frage:
  • Inwiefern ist Joseph in diesem Kapitel ein Vorläufer Jesu?
  • Was ist für Sie das Wichtigste, was Sie aus dem Leben Josephs gelernt haben?

    ZUM ASCHLUSS: Joseph und die anderen Stammväter glaubten nicht nur an das Land Kanaan als das verheißene Land, sondern an das ewige Heimatland: "Alle, die hier erwähnt wurden, haben sich ganz auf Gott verlassen. Doch sie starben, ohne dass sich Gottes Zusage zu ihren Lebzeiten erfüllte. Lediglich aus der Ferne haben sie etwas davon gesehen und sich darüber gefreut; denn sie sprachen darüber, dass sie auf dieser Erde nur Gäste und Fremde seien. Wer aber zugibt, hier nur ein Fremder zu sein, der sagt damit auch, dass er seine wirkliche Heimat noch sucht. Unsere Vorfahren betrachteten das Land, aus dem sie weggezogen waren, nicht als ihre Heimat; dorthin hätten sie ja jederzeit zurückkehren können. Nein, sie sehnten sich nach einer besseren Heimat, nach der Heimat im Himmel. Deshalb bekennt sich Gott zu ihnen und schämt sich nicht, ihr Gott genannt zu werden; denn für sie hat er seine Stadt im Himmel gebaut. (Hebr. 11,13-16)

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