Bibelstudien über das Matthäus-Evangelium

Anmerkung: In der vierten Spalte ist der Schwierigkeitsgrad des Textes und der Fragen aufgeführt. Die leichtesten sind mit * markiert, die relativ einfachen mit ** und die etwas schwierigeren mit ***.

Vorwort
1. JOSEPH - PFLEGEVATER VON GOTTES SOHN (1,18-25) **
2. WEISE MÄNNER AUS DEM OSTEN (2,1-12) **
3. JESUS WIRD GETAUFT (3,13-17) ***
4. JESUS WIRD VERSUCHT (4,1-11) ***
5. AUS DER BERGPREDIGT (5,21-32) **
6. KEINE SORGE! (6,25-34) **
7. FALSCHE PROPHETEN (7,15-23) ***
8. EIN RÖMISCHER OFFIZIER (8,5-13) *
9. DIE BERUFUNG DES MATTHÄUS (9,9-13) *
10. . DURCHHALTEN IN VERFOLGUNG (10,16-31) ***
11. . GUTE NACHRICHT FÜR DIE ARMEN (11,1-6) **
12. . EINE LEICHTE LAST (11,28-30) **
13. . UNNÜTZE WORTE (12,33-37) ***
14. . WEIZEN UND UNKRAUT (13,24-30 und 36-43) ***
15. . PETRUS LÄUFT AUF DEM WASSER (14,22-34) *
16. . GROSSE SORGE UND GROSSER GLAUBE (15,21-28) *
17. . SIMON WIRD EIN FELS (16,13-23) **
18. . JESUS SIEHT AUS WIE GOTT (17,1-9) ***
19. . DER UNBARMHERZIGE KNECHT (18, 21-35) **
20. . EHE, SCHEIDUNG UND WIEDERHEIRAT (19,1-12) ***
21. . NIE ZU SPÄT (20, 1-16) ***
22. . DER KÖNIG KOMMT IN SEINE STADT (21,1-11) **
23. . DAS HOCHZEITSFEST DES PRINZEN (22,1-14) **
24. . WER IST EIN HEUCHLER? (23,1-12) ***
25. . HIMMEL UND ERDE WERDEN VERGEHEN (24,29-44) ***
26. . ZEHN JUNGFRAUEN (25,1-13) ***
27. . TALENTE INVESTIEREN (25,14-30) ***
28. . SCHAFE UND BÖCKE (25,31-46) **
29. . KAMPF IN GETHSEMANE (26,36-46) **
30. . WARUM HAST DU MICH VERLASSEN (27,33-54) **
31. . EIN GRAB WIRD BEWACHT (27,62-28,15) **
32. . DER GROSSE AUFTRAG (28,16-20) ***

alle Lektionen auf einen Blick

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Vorwort

Im Hauskreis das Matthäus-Evangelium lesen! Wir freuen uns, dass mit dem Erscheinen dieses Bibelstudienführers nun für alle vier Evangelien Material zur Verfügung steht. Das Matthäus-Evangelium bietet reichlich Stoff, Jesus, den verheißenen Messias, kennenzu¬lernen. Es stellt uns Jesus als den vor, in dem sich die alttestamentlichen Prophetien erfüllen. Er ist der, mit dem sich die Königsherrschaft Gottes genaht hat. Wir erhalten beim Lesen dieses Evangeliums einen weiten Blick für Gottes Wirken bis hin zu dem großen Auftrag an die elf Jünger, in alle Welt zu gehen und das Evangelium zu verkünden.

Ein paar praktische Hinweise zu diesem Bibelstudienführer:

Wie immer empfehlen wir, eines der Einführungsseminare zu besuchen oder die Einführung gründlich durchzuarbeiten, die man auf unserer Internetseite findet.

Bitte beachten Sie drei Grundregeln:

  • Das gemeinsame Bibellesen wird begrenzt auf eine Stunde, max. 1 Stunde und 15 Minuten. Natürlich kann die Gruppe danach noch lange zusammen sitzen. Aber die Hauptsache – das gemeinsame Bibelstudium – hat einen klar begrenzten Zeitrahmen.
  • Der Leiter beantwortet seine Fragen nie selbst. Wenn keiner antwortet, geht er zur nächsten Frage über.
  • Das Gespräch wird bei abwegigen oder irreführenden Antworten immer wieder auf den Bibeltext gelenkt: „Wir wollen mal schauen, was unser Text dazu sagt.“

    Wir legen hier die Bibel in der Lutherübersetzung zu Grunde. Damit es bei den Fragen nicht zu Missverständnissen kommt, sollte der Leiter auch eine Lutherübersetzung vorliegen haben. In manchen Fällen ist es jedoch von Vorteil, wenn man zusätzlich noch eine andere Übersetzung zu Rate zieht. Und schließlich sei noch erwähnt, dass wir der besseren Lesbarkeit wegen oft schlicht die maskuline Form (z. B. die Juden, die Jünger) verwenden, unabhängig vom Geschlecht.

    Wir wünschen viel Freude und Gewinn bei gemeinsamen Bibellesen.

    Hartmut Zopf

    Leiter Christliche Freizeit- und Bildungsstätte Karchow e. V.

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    1. JOSEPH - PFLEGEVATER VON GOTTES SOHN (1,18-25)


    HINTERGRUND: Der Leiter sollte Lukas 1,26-38 kurz erklären. Nach dem Gesetz des Mose war eine Verlo¬bung genauso verbindlich wie eine Eheschließung. Untreue während der Verlobungszeit wurde ebenfalls mit Tod durch Steinigung bestraft. Sexuelle Beziehungen sollte es vor der Hochzeit nicht geben (5. Mose 22).
    Hinweis: Stellen Sie eine Frage in Klammern nur dann, wenn niemand auf die vorherige Frage antwortet.

    1. Woran erkennen wir, dass Joseph vermutete, dass Maria ihn betrogen hat (Verse 18-19)?
  • Was war für Joseph in dieser Situation wohl die größte Herausforderung?
  • Denken Sie, dass Maria Joseph vom Besuch des Engels erzählt hat? Wenn nicht, warum nicht? Wenn ja, warum hat Joseph ihr nicht geglaubt?

    2. Warum wollte Joseph sich nicht rächen und Maria und ihre Familie verklagen, obwohl er genau das nach dem Gesetz hätte tun können? (5. Mose 22,13-21)
  • Welche Gefühle hatte Joseph hier wohl gegenüber Maria (wie in den Versen 18-19 beschrieben)?

    3. Warum schickte Gott den Engel nicht genauso zu Joseph wie er ihn zu Maria geschickt hatte (Vers 20)? (Warum sollte Josephs Liebe auf eine so harte Probe gestellt werden?)

    4. "Jungfrauengeburt" bedeutet, dass eine Spermienzelle von außerhalb dieses Universums in Marias Körper kam. Wie konnte Joseph an so etwas glauben, obwohl es das in der Weltgeschichte noch nie zuvor gegeben hatte (Verse 20-23)?
  • Welche Merkmale des Textes beweisen, dass es sich nicht um eine erfundene Geschichte handelt?

    5. Was denken Sie - warum ist die Jungfrauengeburt für viele (auch für Theologen) so schwer zu glauben?
  • Wie hängen der Glaube an die Jungfrauengeburt und unsere Vorstellung von Gott zusammen?

    6. Warum hätte Jesus sein Volk nicht von seinen Sünden retten können, wenn er der Sohn von Maria und Joseph gewesen wäre?
  • Denken Sie an eine Sünde, die Ihnen auf dem Gewissen liegt. Dann lesen Sie Vers 21 noch einmal und setzten Ihren Namen für "sein Volk" ein. Glauben Sie, dass der Vers wahr ist, wenn Sie ihn so lesen?

    7. Wie konnte Joseph nicht mit Maria schlafen, obwohl sie doch unter einem Dach wohnten (Vers 25)?

    8. Wahrscheinlich dachten alle, dass Marias Kind von Joseph ist. Denken Sie, dass Joseph versucht hat, sich vor Marias Familie gegen die falschen Anschuldigungen zu verteidigen?
  • Warum wählte Gott gerade Joseph als Pflegevater für seinen Sohn aus?

    GUTE NACHRICHT: Joseph starb wahrscheinlich noch bevor Jesus sein öffentliches Wirken begann, und doch wusste er die Hauptsache über seinen Pflegesohn: Er würde sein Volk von seinen Sünden retten - auch ihn.


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    2. WEISE MÄNNER AUS DEM OSTEN (2,1-12)


    HINTERGRUND: Viele Juden waren nach dem Exil 500 Jahre zuvor in Persien (ehemals Babylon) geblieben. Diese weisen Männer waren sowohl Astrologen als auch Astronomen und gehörten einer anderen Religion an. Die Entfernung zwischen Persien und Palästina betrug etwa 1.000 bis 1.500 km.

    1. Wie lange hat die Reise der weisen Männer wohl gedauert, wenn ein Kamel am Tag etwa 30 km schafft?
  • Was hielten wohl die Vorgesetzten, Ehefrauen und Nachbarn der weisen Männer von dieser Reise?

    2. Warum wollten die weisen Männer den König der Juden anbeten und nicht ihren eigenen König?
  • Warum brachten die weisen Männer dem neuen jüdischen König wertvolle Geschenke mit (Vers 11)?

    3. Die Juden hatten seit etwa 600 Jahren eigenen keinen König mehr. Herodes war nur ein Marionettenkönig der Römer. Warum waren Herodes und die Einwohner Jerusalems so beunruhigt, als sie von der Geburt des neuen Königs hörten (Vers 3)?
  • Woran glaubte Herodes im Grunde (Kap. 4,16)? (Was glaubte er von seiner eigenen Macht, von der Bibel, vom Messias oder von Gottes Plan?)

    4. Von welchem Ort bis zu welchem Ort führte der Stern die weisen Männer (Verse 2 und 9)?
  • Warum ließ Gott die Weisen durch den Stern nicht direkt nach Bethlehem führen - warum der Umweg über Jerusalem? (Warum sollten sie mit dem geschriebenen Wort Gottes in Berührung kommen?)
  • Welche Art "Stern" hat Gott in Ihr Leben geschickt, um Sie zu Jesus zu führen?

    5. Die Babylonier hatten einst den Turm zu Babel gebaut und viel später die Bundeslade gestohlen und den Tempel in Jerusalem zerstört. Die weisen Männer waren Nachkommen dieser Babylonier. Warum führte Gott gerade seine Feinde als erste zu seinem neugeborenen Sohn, damit sie ihn als König anbeteten?

    6. Als es in Jerusalem Gerüchte über einen neugeborenen König in Bethlehem gab, nur 12 km entfernt, - warum ging da niemand von Jerusalem nach Bethlehem, um ihn anzubeten?

    7. Inwiefern war der neue König wohl anders als sich die Männer das vorher vorgestellt hatten?
  • Inwiefern sind die weisen Männer für uns ein Vorbild im Glauben?

    8. Die weisen Männer brachten dem Baby Jesus wertvolle Geschenke. Was bekamen sie dafür von ihm?
  • Warum waren diese Geschenke für die junge Familie dringend nötig (Vers 13)?
  • Was sollten Sie Jesus dieses Jahr zum Geburtstag schenken?

    9. Wie lebten die Männer aus Persien nach ihrer Rückkehr weiter - inmitten von heidnischem Götzenkult?
    GUTE NACHRICHT: Jesus wurde im Laufe seines Lebens nur selten als ein König geehrt. Die Weisen beteten ihn zu Beginn seines Lebens als König an, und der römische Gouverneur schrieb diesen Titel ans Kreuz. Jesus war ein König, der selbst seine Feinde einlud, zu ihm zu kommen und ihn anzubeten.


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    3. JESUS WIRD GETAUFT (3,13-17)


    HINTERGRUND: Zwei Männer Anfang dreißig treffen sich am Jordan. Sie sind Cousins. Einer von ihnen trägt ziemlich merkwürdige Kleidung. Bis dahin hatte Jesus in Galiläa gelebt, Johannes hingegen in der Wüste von Judäa. Es wird nicht gesagt, ob die beiden sich vorher schon einmal begegnet sind. (Der Leiter sollte 3,1-12 kurz zusammenfassen.)

    1. Worin unterschieden sich Kindheit und Jugend dieser beiden Männer?
  • Was denken Sie - wann hat Johannes begriffen, dass Jesus der Sohn Gottes ist?
  • Warum verdarb der Wirbel um seine Person bei Johannes nicht den Charakter?

    2. Was war der Unterschied zwischen Jesus und den anderen Menschen, die getauft werden wollten?
  • Warum wollte Johannes Jesus eigentlich gar nicht taufen?
  • Warum wollte Jesus getauft werden, obwohl die Taufe von Johannes nur für Sünder gedacht war?

    3. Was bedeuten die Worte, die Jesus in Vers 15 spricht?
  • Der Leiter sollte Joh. 19,30 vorlesen. Wie erfüllte Jesus alle Gerechtigkeit?

    4. Was sagt uns dieser Textabschnitt über die Beziehung zwischen Jesus und Gott?
  • Was lernen wir hier über die Trinität (Dreieinigkeit)?
  • Der Heilige Geist war schon die ganze Zeit in Jesus gewesen. Warum erschien er jetzt sichtbar, als Jesus getauft wurde?

    5. Warum wollte Gott allen Menschen das verkünden, was er in Vers 17 sagte?
  • Denken Sie an das, was Sie im letzten Monat erlebt haben. Meinen Sie, dass Gott über Sie dasselbe sagen würde wie über Jesus damals (Vers 17)?

    6. Johannes taufte die Leute erst, wenn sie ihre Sünden bekannt hatten, deshalb wird seine Taufe eine Taufe der Buße genannt. Was ist der Unterschied zwischen der christlichen Taufe und der Taufe des Johannes (s. Apg. 2,38)?

    7. Bei der christlichen Taufe sagt Gott zu dem Täufling dieselben Worte wie damals zu seinem Sohn (Vers 17). Warum kann er so etwas überhaupt zu einem Sünder sagen?

    8. Der Leiter sollte kurz erzählen, wie Abraham seinen Sohn opfern sollte (1. Mose 22). Die Worte in Vers 17 erinnern etwas an das, was Gott damals zu Abraham sagte (1. Mose 22,2: "der Sohn, den du liebhast"). Welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen dem Opfer Abrahams (Isaak) und dem Opfer Gottes (Jesus)?



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    4. JESUS WIRD VERSUCHT (4,1-11)


    HINTERGRUND: Satan versuchte Eva im Paradies und brachte sie dazu, zu sündigen. Genauso versuchte er das Volk Gottes während der 40 Jahre in der Wüste, und sie sündigten immer und immer wieder. Satan versucht jeden von uns, und wir sündigen immer wieder. Genauso musste auch Jesus versucht werden, denn er war wirklich ein Mensch und ein Vertreter der ganzen Menschheit.

    1. Stellen Sie sich vor, Sie müssten mehr als einen Monat allein in der Wüste verbringen, ohne Essen und ohne andere Menschen. Was wäre für Sie in dieser Situation am schlimmsten?
  • In welcher körperlichen und geistlichen Verfassung war Jesus wohl nach 40 Tagen Fasten?
  • Vergleichen Sie Ihre Versuchungen mit den Versuchungen von Jesus. Wo liegt der Unterschied?

    2. Wir denken oft, dass der Heilige Geist uns ein Leben in Fülle gibt. Warum führt der Geist Jesus in die Wüste, damit er vom Teufel versucht wird (Vers 1)?
  • Warum führt der Heilige Geist auch uns in Situation, in denen wir vom Teufel versucht werden?

    3. Die erste Versuchung hat mit unseren Grundbedürfnissen zu tun: Hunger, Durst, sexuelle Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnis usw. (Verse 3-4). Warum wäre es eine Sünde gewesen, wenn Jesus sich selbst etwas zu essen gemacht hätte, indem er Steine zu Brot verwandelt?

    4. Denken Sie, dass ein Mensch nur vom Wort Gottes leben kann, ohne dass seine Grundbedürfnisse gestillt sind (Vers 4)? Warum (nicht)? Bitte antworten Sie ganz ehrlich.

    5. Die zweite Versuchung hat mit unserer Beziehung zu Gott zu tun (Verse 5-7). Was hätte Jesus der Welt bewiesen, wenn er von der Spitze des Tempels gesprungen wäre, ohne dass ihm etwas passiert wäre?
  • Wie sieht diese zweite Versuchung in unserem Leben heute aus?

    6. Bei der dritten Versuchung geht es um das Ziel unseres Glaubens. Sagt Satan in Vers 9 die Wahrheit? Warum (nicht)?
  • Was hätte die Welt vielleicht vorerst gewonnen, wenn Jesus das getan hätte, was Satan ihm vorschlug?
  • Was gewinnen wir kurzzeitig, wenn wir uns vor anderen Herren beugen als vor dem lebendigen Gott?

    7. Welche Waffe benutzte Jesus für seinen Kampf mit dem Teufel?
  • Welche Waffe benutzen Sie im Kampf gegen Versuchungen und Sünde?

    8. Jesus hat den Kampf gegen Satan gewonnen. Warum wurde er dann so mit dem Tod bestraft, als hätte er diesen Kampf verloren?
  • Was für eine Art Gott wäre Jesus gewesen, wenn er nicht versucht worden wäre?
  • Welche Art Christ wären Sie, wenn Sie nicht versucht worden wären?

    GUTE NACHRICHT: Der Leiter liest Hebräer 2,18 vor.


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    5. AUS DER BERGPREDIGT (5,21-32)


    HINTERGRUND: So wie Mose dem Volk Israel am Berg Sinai das Gesetz Gottes gab, so tat es auch Jesus, der auch "der neue Mose" genannt wird. Denn Jesus gab dem alten Gesetz eine neue Bedeutung.

    1. Was haben Zorn und Mord gemeinsam (Verse 21-22)?
  • Hat man Sie schon mal einen "Taugenichts" oder einen "Narren" genannt? Wie hat sich das angefühlt?
  • Was macht es mit einem Kind, wenn es wiederholt "Tunichtgut" oder "Blödmann" genannt wird?

    2. Welche Strafen würden Sie für die in den Versen 21-22 genannten Sünden verhängen?
  • Welche Strafen würden Sie dafür verhängen, wenn damit jemand beleidigt wird, den Sie lieben?

    3. Warum müssen wir mit anderen versöhnt sein, bevor wir unseren Pflichten gegenüber Gott nachkommen (Verse 23-24)?
  • Warum interessiert es Jesus gar nicht, wer den Streit angefangen hat? Warum sagt er seinen Hörern einfach, sie sollen den ersten Schritt tun, um sich mit ihrem Bruder zu versöhnen (Verse 23-25)?
  • Was würde bei uns in Familie, Schule oder am Arbeitsplatz passieren, wenn wir anfangen würden, so zu handeln, wie Jesus das hier verlangt?

    4. Was wäre, wenn Jesus gesagt hätte: "Wenn dein Bruder etwas gegen dich hat, vergiss es - denk einfach nicht mehr daran!" Wäre das für Sie leichter zu befolgen als das, was er wirklich gesagt hat?
  • Was geschieht mit einem Menschen, der anderen Menschen nie vergibt, was sie ihm angetan haben?
  • Wem sollen Sie heute vergeben? (Sie können auch im Stillen antworten.)

    5. Warum denkt Jesus, dass eine Sünde in Gedanken genauso schwerwiegend ist wie die Tat (Verse 27-28)?
  • Denken Sie an eine Situation, in denen Sie von Ihren Augen oder Händen versucht wurden, zu sündigen. Wie hätten Sie die Sünde ganz konkret verhindern können (Verse 29-30)?

    6. Was sagt Jesus hier wirklich über Scheidung (Verse 31-32)? Bleiben Sie am Text.
  • Stellen Sie sich vor, ein verheirateter Mann / eine verheiratete Frau verlieben sich in jemand anderes. Was hätten alle Beteiligten davon, wenn sie sich entscheide zu tun, was Jesus in den Versen 29-30 sagt?

    7. Worin besteht der größte Unterschied zwischen dem, was Jesus über Scheidung sagt und dem, was die meisten Menschen heutzutage darüber denken?

    8. Wie würden Sie diesen Text jemandem erklären, der behauptet, er sei in der Lage, diese Gebote zu halten? Und was würden Sie jemandem sagen, der verzweifelt ist, weil er es nicht geschafft hat, danach zu leben?

    GUTE NACHRICHT: Jesus musste die Strafe erleiden, die in diesem Text genannt wird: das Gericht des höllischen Feuers. Er musste sozusagen den letzten Cent geben, um unsere Schulden zu bezahlen - die Schulden, die wir bei Gott haben, weil wir nicht nach seinen Geboten leben (vgl. Vers 26).


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    6. KEINE SORGE! (6,25-34)


    HINTERGRUND: Das Wort Gerechtigkeit (Vers 33) bedeutet vollkommene Reinheit in Gedanken, Worten und Taten. Nur ein gerechter Mensch ist für Gott annehmbar und kann in den Himmel kommen.

    1. Was verbietet uns Jesus hier? Sagen Sie mit eigenen Worten, worum genau wir uns keine Sorgen machen dürfen.
  • Welche der im Text genannten Dinge macht Ihnen am meisten Sorgen?
  • Wie würde sich Ihr Leben verändern, wenn Sie aufhören könnten, sich um die hier genannten Dinge Sorgen zu machen?

    2. Was geschieht in einer Familie, wenn eine Person sich ständig Sorgen um Geld, Gesundheit, Zukunft usw. macht?
  • Welche körperlichen Auswirkungen hat es, wenn wir uns Sorgen machen?

    3. Was haben Sorgen und Unglaube miteinander zu tun?
  • Wie können wir Sorge und Unglauben in unserem Leben zurückdrängen?

    4. Finden Sie alle Verheißungen, die Jesus seinen Jüngern in diesem Text gibt.
  • Welcher Verheißung können Sie am leichtesten glauben? Bei welcher fällt Ihnen das am schwersten?

    5. Lesen Sie die Verse 31-32. Was brauchen Sie heute am meisten? (Sie können auch im Stillen antworten.)
  • Sind Sie sich sicher, dass Ihr himmlischer Vater weiß, was Sie heute wirklich brauchen? Warum (nicht)?

    6. Was bedeutet es ganz praktisch, zuerst nach dem Reich Gottes zu trachten (Vers 33)?
  • Warum geht es den Menschen normalerweise zuerst um ihr eigenes Glück statt um Gottes Reich?
  • Was ist Ihnen am wichtigsten? (Sie können auch im Stillen antworten.)

    7. Was bedeutet es ganz praktisch, zuerst Gottes Gerechtigkeit zu suchen und nicht die eigene (Vers 33b)?
  • Wenn Sie so geführt worden sind - weg vom Streben nach der eigenen Gerechtigkeit hin zum Streben nach Gottes Gerechtigkeit - teilen Sie Ihre Erfahrung mit den anderen.

    8. Was bedeutet Vers 34?
  • Denken Sie an eine Zeit, als Sie sich Sorgen über die Zukunft gemacht haben. Was hätten Sie stattdessen tun sollen?
  • Jesus spricht die Verse 33 und 34 auch in Ihre gegenwärtige Situation hinein. Was antworten Sie ihm?

    GUTE NACHRICHT: Jesus stellte Gottes Reich immer über alles andere. Und doch stand am Ende seines Lebens nicht die Erfüllung dieser Verheißungen, sondern das Kreuz. Dort trug Jesus auch die Strafe für unser Sorgen und unseren Unglauben. Deshalb kann Gott jetzt auch Menschen annehmen, die nur einen kleinen Glauben haben.


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    7. FALSCHE PROPHETEN (7,15-23)


    HINTERGRUND: Propheten waren Menschen, die dem Volk das Wort Gottes verkündigten. Die Kriterien dieses Textes lassen sich auf alle Menschen anwenden, die vor anderen stehen und behaupten, ihnen das Wort Gottes zu verkündigen - egal, ob sie das beruflich oder ehrenamtlich tun.

    1. Versuchen Sie, im Text möglichst viele Gründe dafür zu finden, warum es so schwer ist, einen falschen Propheten von einem echten zu unterscheiden.
  • Können wir, nach diesem Text, falsche Propheten außerhalb oder innerhalb der Gemeinde erwarten?

    2. Was denken Sie - was tut ein falscher Prophet (ein Wolf im Schafspelz) in der Gemeinde (Vers 15)?
  • Was denken Sie - wissen die falschen Propheten, dass sie Wölfe im Schafspelz sind? Warum (nicht)?
  • Was ist die Frucht, an der man erkennen kann, ob ein Prophet ein falscher oder ein echter Prophet ist (Verse 16-20)? Nennen Sie konkrete Beispiele.

    3. Wo hört man in unserer Zeit von solchen Dingen wie in Vers 22 (Prophetie, Wunder, Dämonen-austreibungen)?
  • Wofür kritisiert Jesus diese Leute, die in seinem Namen sogar Wunder tun (Vers 23)?
  • An welchem Maßstab müssen wir Menschen messen, die in den christlichen Gemeinden Wunder tun?

    4. Was ist für die falschen Propheten der Zweck des Glaubens?
  • Stellen Sie sich einen Menschen vor, der nur Veranstaltungen besucht, bei denen Wunder geschehen. Was wird ihm am Ende in seinem Glauben fehlen?

    5. Welche Haltung haben die falschen Propheten zur Sünde (Verse 21 und 23)?
  • Warum merken die falschen Propheten nicht, dass sie selbst Böses tun?

    6. Die falschen Propheten nehmen den Namen Jesus oft in den Mund. Zu welchem Zweck tun sie das nie?
  • Der Leiter kann Römer 10,13 vorlesen. Worin unterscheiden sich die falschen Propheten und die Menschen, von denen Paulus schreibt - wie benutzen sie den Namen Jesus?

    7. Wie erkennt Jesus die, die zu ihm gehören (Vers 23)?
  • Warum kennt Jesus diese Leute nicht, die in seinem Namen große Wunder getan haben?
  • Wie können wir heute wissen, ob Jesus uns im Letzten Gericht kennt oder nicht?

    8. Welche Botschaft haben die echten Propheten für Sünder oder Verlierer oder Unglückliche oder für Menschen, die dem Tod nahe sind?
  • Wessen Pflicht ist es heute, die Christen vor den falschen Propheten zu warnen?

    GUTE NACHRICHT: Satan kann nie wie das Lamm Gottes sein, denn er hat keine Wunden an seinem Körper. Das Problem der falschen Propheten ist, dass sie ihre Sünden nicht bekennen und daher auch das Kreuz nicht brauchen. Deshalb lernen sie Jesus nie als ihren Retter kennen.


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    8. EIN RÖMISCHER OFFIZIER (8,5-13)


    HINTERGRUND: Ein Centurion war ein römischer Offizier, also ein Repräsentant der Besatzungsmacht. Höchstwahrscheinlich hatte er bei bewaffneten Auseinandersetzungen oder Hinrichtungen auch schon Menschen getötet. Die Religion der römischen Soldaten war der Kaiserkult. - Der Leiter sollte zu Beginn kurz das Wichtigste über Abraham, Isaak und Jakob zusammenfassen.

    1. Vielleicht hatte der römische Centurion durch seinen (jüdischen) Knecht etwas vom wahren Gott gehört. Welche anderen Gründe könnte es dafür geben, dass dieser römische Offizier eine so enge Bindung zu diesem Knecht hatte (Verse 5-6)?

    2. Juden besuchten Ausländer normalerweise nie zu Hause, denn das machte sie kultisch unrein. Welche anderen Gründe könnte es geben, warum der Centurion dachte, er sei nicht würdig, Jesus unter seinem Dach zu empfangen (Verse 7-8)?

    3. Welche Art von Glauben hatte der Centurion, als er an Jesus herantrat?
  • Glauben Sie, dass Ihre Probleme durch ein einziges Wort von Jesus gelöst werden könnten (Vers 8)?

    4. Welche Gemeinsamkeiten sah der Centurion zwischen sich und Jesus (Vers 9)?
  • Wie konnte der Centurion die unsichtbare Armee von Jesus sehen, die doch sonst niemand sah?
  • Glauben Sie, dass Jesus auch heute einem der unsichtbaren Engel befehlen kann, dem Menschen zu helfen, für den Sie zuletzt gebetet haben? Warum (nicht)?

    5. In den Evangelien wird nur zweimal gesagt, dass Jesus den Glauben eines Menschen bewunderte. Was war an dem Glauben des Centurion so besonders (Verse 8-10)? (Was ist der Unterschied zwischen dem Glauben an ein Wunder und dem Glauben an das Wort Jesu?)
  • Denken Sie, dass der Mann selbst wusste, dass er einen großen Glauben hatte?
  • Wenn Sie einmal Jesu Worten geglaubt haben, bevor Sie seine Hilfe sehen konnte, erzählen Sie davon.

    6. In den Versen 11 und 12 sagt Jesus, dass es für Ausländer, die vorher eine andere Religion hatten, einfacher sein könnte, an ihn zu glauben als für diejenigen, die die Bibel schon immer kannten. Warum ist das so?
  • Woran entscheidet sich ob jemand in den Himmel kommt oder in die Finsternis (Hölle) geworfen wird?

    7. Gott hatte Abraham, Isaak und Jakob das Land und den Messias verheißen. Inwiefern ähnelt der Glaube dieser drei Männer dem Glauben des römischen Offiziers?

    8. Der Centurion wusste nicht, was inzwischen geschehen war. Was erwartete er bei seiner Rückkehr (Vers 13)?
  • Jesus sagt die Worte in Vers 13 heute zu Ihnen ganz persönlich. Was antworten Sie ihm?

    GUTE NACHRICHT: Jesus wurde "hinausgestoßen in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern" (Vers 12). So stellte er "Reisepässe für den Himmel" aus - für den römischen Offizier und für uns, die ursprünglich nicht das Recht hatten, Bürger des Himmelreichs zu werden.


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    9. DIE BERUFUNG DES MATTHÄUS (9,9-13)


    HINTERGRUND: Gemeinsam essen war für die Juden zur Zeit Jesu ein Zeichen von Freundschaft. Die religiösen Juden schauten auf die Zöllner herab, weil sie es beim Geld mit der Ehrlichkeit nicht so genau nahmen. Es wird davon ausgegangen, dass Matthäus das Evangelium verfasst hat, das seinen Namen trägt.

    1. Stellen Sie sich das tägliche Leben von Matthäus, dem Zolleinnehmer, vor. Welche Vorteile und Nachteile gab es da?
  • Was denken Sie - wie war Matthäus‘ Beziehung zu Gott, als er noch Zolleinnehmer war?
  • Welche Worte erwartete Matthäus vielleicht von Jesus, als dieser an seine Zollstelle kam?

    2. Warum fragte Jesus Matthäus nicht einfach: "Möchtest du mein Jünger werden?"
  • Was hat sich Matthäus wohl gedacht, als der berühmte Lehrer und Wunderheiler ihn zu einem seiner Nachfolger machte?
  • Warum wollte Jesus einen Zolleinnehmer als Jünger haben, obwohl er genau wusste, dass ihm das Kritik einbringen würde?
  • Warum möchte Jesus, dass Sie sein Jünger werden?

    3. Was dachten seine Kollegen, als Matthäus seinen Arbeitsplatz verließ, ohne auch nur aufzuräumen?
  • Woher nahm Matthäus den Mut, seine Arbeit und das regelmäßige Einkommen aufzugeben?
  • Was bekam Matthäus statt der Dinge, die er aufgab, um Jesus nachzufolgen?
  • Jesus sagt auch Ihnen - vielleicht zum ersten, vielleicht aber auch zum hundertsten Mal: "Folge mir nach!" Was antworten Sie ihm?

    4. Mit Matthäus kam ein Hausvater zum Glauben an Jesus. Wie hat sich dadurch wohl das Leben seiner Familie verändert?
  • Warum wollte Matthäus für Jesus und seine ehemaligen Kollegen ein Fest geben (Vers 10)?

    5. Mit wem setzen sich die anständigen Leute in unserer Gesellschaft nicht gern an einen Tisch?
  • Warum wollte Jesus Gemeinschaft mit allen möglichen Menschen haben?

    6. Was meint Jesus mit den Versen 12-13?
  • Zu welcher Gruppe gehören Sie: Gesunde, Kranke, Gerechte oder Sünder? (Sie können auch im Stillen antworten.)
  • Warum gab es, diesem Text zufolge, wohl in Ihrem Leben Krankheit und Sünde?
  • Warum ist es manchmal leichter, Gott etwas zu opfern als barmherzig mit anderen zu sein (Vers 13)?

    7. Warum wurde Jesus, "der Arzt", so schwer verletzt? Warum musste er, der einzig wirklich Gerechte, unter die Sünder gerechnet werden (vgl. Jes. 53,10-12)?

    GUTE NACHRICHT: Jesus wurde das perfekte Opfer für Gott - deshalb braucht Gott kein anderes Opfer mehr von uns, als dass wir unsere Kraft einsetzen, um unseren Mitmenschen zu dienen.


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    10. DURCHHALTEN IN VERFOLGUNG (10,16-31)



    1. Was denken Sie: In welchem Maß sind Christen in unserer Gesellschaft Anfeindungen oder gar Verfolgung ausgesetzt?
  • Wofür werden Christen in unserer Gesellschaft am meisten kritisiert?

    2. Was passiert mit den Schafen unter den Wölfen (Vers 16)?
  • Was meint Jesus damit, wenn er sagt, dass er seine Jünger wie Schafe unter die Wölfe schickt?
  • Wie kann man in dieser Situation klug wie eine Schlange und wahrhaftig wie eine Taube sein?

    3. Welche "Vergehen" wird man den Jüngern Jesu vorwerfen, wenn sie angeklagt werden (Verse 17-22)?
  • Wenn Sie wüssten, dass Sie wegen Ihres Glaubens vor Gericht gestellt werden, könnten Sie dann einfach aufhören, sich darum zu sorgen, was Sie vor Gericht sagen (Verse 19-20)?

    4. In welcher Art Gesellschaft können Familienmitglieder sich so verhalten wie in Vers 21 beschrieben?
  • Was bringt einen Menschen dazu, gegen alle Widerstände an seinen Überzeugungen festzuhalten (Vers 22)?
  • Wie würden Sie sich verhalten, wenn Sie einmal wegen Ihres Glaubens verfolgt werden?

    5. Wie kann man Vers 23 auf die heutige Zeit anwenden?

    6. Was bedeutet es für einen Jünger, dass sein Lehrer bereits die gleiche Verfolgung erlebt hat (Verse 24-25)?

    7. Stellen Sie sich zwei Menschen in einer Verfolgungssituation vor. Der eine weiß, dass die Lügen eines Tages entlarvt werden, und dass am Ende die Wahrheit siegt. Der andere ist da nicht so sicher. Inwiefern ist ihre Situation dadurch verschieden (Vers 26)?

    8. Finden Sie in diesen Versen möglichst viele Gründe, warum Christen in Verfolgung keine Angst haben müssen (Verse 26-31).
  • Was sollte ein Christ in der Verfolgung tun (Vers 27)?

    9. Spricht Jesus in Vers 28 von Gott oder von Satan?
  • Wie verhält sich ein Christ, der auch in der Verfolgung niemanden fürchtet außer Gott? Und wie verhält sich ein Christ, der Angst vor Satan hat?
  • Was ist, nach Vers 28, die einzig wirkliche Tragödie im Leben eines Menschen?

    10. Jesus sagt, dass auch Christen von ihren Feinden getötet werden können (Vers 28). Wie können wir dann die Verse 29-31 auf Märtyrer wie z. B. Stephanus anwenden?
  • Warum ist es unmöglich, die wahre christliche Kirche durch Verfolgung zu beseitigen?
  • Jesus sagt heute zu Ihnen die Worte in den Versen 30-31. Was bedeutet Ihnen das in Ihrer jetzigen Situation?

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    11. GUTE NACHRICHT FÜR DIE ARMEN (11,1-6)



    HINTERGRUND: Johannes der Täufer, jetzt 30 Jahre alt, hatte Jesus getauft und gesehen, wie der Heilige Geist aus dem Himmel auf Jesus herabgekommen war. In seiner Antwort auf die Frage von Johannes zitiert Jesus den Propheten Jesaja. Der Leiter sollte Jes. 35,5-6 und 61,1 vorlesen.

    1. Johannes der Täufer wurde mitten aus seinem fruchtbaren Dienst heraus verhaftet, weil er König Herodes wegen dessen Ehebruch kritisiert hatte. Was war an der Haft vielleicht besonders frustrierend für Johannes?
  • Als Johannes Jesus zum ersten Mal getroffen hatte, hatte er gesagt: "Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!" (Joh 1,29) Warum zweifelte er jetzt an seiner bisherigen Überzeugung?

    2. Was hätte Johannes wohl über sein eigenes Leben gedacht, wenn Jesus doch nicht der Christus gewesen wäre?
  • Haben Sie schon einmal daran gezweifelt, dass Jesus Gottes Sohn ist? Wenn ja, in welcher Situation?

    3. Was denken Sie: Als Johannes seine Jünger zu Jesus schickte, hatte er da vielleicht erwartet, dass Jesus kommt und ihn auf wundersame Weise befreit (Verse 2-3)? Warum (nicht)?
  • Warum hat Jesus Johannes nicht im Gefängnis besucht?

    4. Warum hat Jesus nicht einfach gesagt: "Ja, ich bin’s. Du musst nicht mehr auf jemand anderen warten." (Warum wollte Jesus mit einem Zitat aus dem Alten Testament antworten?)
  • Was denken Sie, wenn Sie in einer schweren Situation von einem Freund einen Bibelvers bekommen?
  • Warum ließ Jesus bei seinem Zitat aus Jesaja den Teil weg, wo versprochen wird, dass der Messias die Gefangenen befreit?

    5. Welche Worte in der Antwort von Jesus konnte Johannes direkt auf sich selbst beziehen?
  • Das Wort "Evangelium" (deutsch: Gute Nachricht) bedeutet vor allem Vergebung der Sünden (Vers 5). Für welche Sünde brauchte Johannes in dieser Situation Gottes Vergebung?
  • Warum macht Gott die Gläubigen oft so "arm" wie Johannes im Gefängnis?

    6. Was meint Jesus mit seinen Worten in Vers 6?
  • Was sollten wir also tun, wenn es uns ärgert, wie Jesus uns und unsere Lieben behandelt?

    7. Wie kam die Antwort von Jesus wohl bei Johannes an? (Fand Johannes seinen Frieden, bevor er starb?)
  • Johannes hatte während seines gesamten Lebens treu an Jesus geglaubt. Was denken Sie, wie hat sich sein Glaube durch diesen letzten Kontakt mit Jesus verändert?

    8. Was dachte Johannes über sein Leben und seinen Tod, als die Henker kamen, um ihn zu enthaupten?

    GUTE NACHRICHT: Jesus sagte, dass er gekommen ist "den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, ... zu trösten alle Trauernden" (Jes 61,1-2). Er kommt heute auch zu Ihnen und tut das alles - durch sein Wort.


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    12. EINE LEICHTE LAST (11,28-30)


    HINTERGRUND: Ein Joch ist ein Holzgestell, mit dem man zwei Ochsen miteinander verband, so dass sie zusammen pflügen oder Lasten ziehen konnten.

    1. Welche Lasten tragen Menschen heute auf ihren Schultern?
  • Stellen Sie sich Ihr derzeitiges Leiden wie eine greifbare Last vor. Wenn die schwerstmögliche Last 100 kg wiegt, wie schwäre wäre dann Ihre derzeitige Last?

    2. Inwiefern ist die Last Ihres Leidens anders als die Last der Sünde? (Was ist für Sie schwerer zu ertragen: Leiden oder ein schlechtes Gewissen?)

    3. Stellen Sie sich ein Leben ohne Lasten vor: Was wären die Vor- und Nachteile eines solchen Lebens?

    4. Welche Art Mensch, denken Sie, könnte Ihre Last mit Ihnen tragen?
  • Wie kann das praktisch aussehen, dass Sie mit Ihrer Last zu Jesus gehen und sie vor ihm ablegen?

    5. Was meint Jesus in Vers 29?
  • Haben Sie Ruhe für Ihre Seele gefunden? (Sie können auch im Stillen antworten.)
  • Warum kann nur ein demütiger Mensch Ruhe von seinen Lasten finden? (Warum werden so viele Menschen bitter, während sie ihre Lasten tragen?)
  • Wie könnten wir so demütig und sanftmütig werden wie Jesus?

    6. Was bedeutet es, wenn Jesus sagt: "Nehmt auf euch mein Joch"? (Was ist das Joch von Jesus? Inwiefern ist das anders als Ihre eigene Last?)
  • Wie verändert sich unsere Situation, wenn wir das Joch gemeinsam mit Jesus tragen?

    7. Was meint Jesus, wenn er sagt, dass ein Joch sanft ist und seine Last leicht (Vers 30)?

    8. Was tun die Menschen mit ihren Lasten, die sie nicht zu Jesus bringen wollen?
  • Warum bringen nicht einmal Christen ihre Lasten immer zu Jesus?

    9. Was denken Sie: Wieviel leichter würde Ihre Last werden, wenn Sie wüssten, dass keine Schuld dabei ist und Sie sich keine Gedanken machen müssen, wer schuld ist an dem Problem?
  • Wieviel leichter würde ihre Last werden, wenn Sie glauben könnten, dass Jesus all Ihr Leiden zum Besten für alle Betroffenen wenden wird?

    GUTE NACHRICHT: Der Leiter sollte Johannes 19,17 vorlesen. Das Kreuz Jesu enthielt alle unsere Last - sowohl unser Leid als auch unsere Sünden.


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    13. UNNÜTZE WORTE (12,33-37)


    EINSTIEG: Welche Worte haben Sie in den letzten Tagen gesprochen?

    1. In welcher Situation fällt es Ihnen am schwersten, sich mit Worten zurückzuhalten?
  • Wenn Sie Ihr Leben noch einmal leben könnten - mit wem würden Sie anders sprechen als Sie es getan haben? (Sie können auch im Stillen antworten.)

    2. Warum sind unsere Worte für Gott genauso wichtig wie unsere Taten?
  • Inwiefern ähneln unsere Worte der Frucht an einem Baum (Vers 33)?
  • Wie kann aus einem schlechten Baum ein guter Baum werden?
  • Wie kann aus einem schlechten Menschen ein guter Mensch werden?

    3. Jesus benutzt ein starkes Bild: Er nennt seine Zuhörer hier "Otterngezücht" (Vers 34). Was hat eine giftige Schlange mit einem Menschen, der böse Worte spricht, gemeinsam (Vers 34)?
  • Was meint Jesus mit den Worten: "Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über"? (Vers 34)
  • Prüfen Sie sich mit den Kriterien von Vers 34 selbst. Was erfüllt Ihr Herz? (Sie können auch im Stillen antworten.)

    4. In Vers 35 sagt Jesus, dass jeder Mensch einen "Schatz" in seinem Herzen hat. Wie sieht dieser Schatz bei den meisten Menschen aus?
  • Denken Sie an das, was Sie zu Jesus oder von ihm sagen. Was sagen Ihre Worte oder Ihr Schweigen über Ihre Beziehung zu ihm aus?

    5. Was sind "nichtsnutzige" Worte (Vers 36)?
  • Was wäre das Gegenteil von "nichtsnutzigen" Worten?
  • Warum müssen wir am Tag des Gerichts über jedes "nichtsnutzige" Wort Rechenschaft geben statt über jedes "böse" Wort?
  • Was denken Sie - was wird, diesem Text zufolge, am Tag des Gerichts mit Ihnen geschehen?

    6. Denken Sie, dass es möglich ist, vor anderen auf lange Sicht zu verbergen, was im Herzen vorgeht? Kann man z. B. freundliche Worte sagen, obwohl das Herz voller Hass und Bitterkeit ist?
  • Was denken Sie über jemanden, der möglichst wenig sagt, um keine unnützen Worte zu sprechen?

    7. Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie diesem Gebot Jesu von jetzt an folgen?

    8. Jesus sagte einmal, dass er der Weinstock ist und die Jünger die Reben (Joh 15,5). Wie können Sie gute Frucht bringen, auch wenn Sie einen bösen Schatz im Herzen haben?

    GUTE NACHRICHT: Der Schatz in Jesu Herz war voll von guten Dingen, und doch wurde er wegen seiner Worte schuldig gesprochen - als Gotteslästerer. Sein Kreuz war der Baum, der die bittere Frucht für unsere unnützen Worte trug.

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    14. WEIZEN UND UNKRAUT (13,24-30 und 36-43)



    HINTERGRUND: Das Unkraut ist der Taumel-Lolch (auch Schwindelweizen genannt), der dem Weizen sehr ähnlich sieht. Da die Samen oft Pilze enthalten, werden sie während der Ernte strikt vom Weizen getrennt.

    1. DAS GLEICHNIS (Verse 24-30)
  • Worin liegt der Unterschied zwischen der Arbeit auf einem Feld, auf dem nur Weizen wächst und der Arbeit auf einem, auf dem sowohl Weizen als auch Taumel-Lolch wachsen?
  • Warum kommt jemand auf die Idee, bei seinem Nachbarn Unkraut unter den Weizen zu säen?
  • Was würden Sie tun, wenn jemand Ihre Arbeit in ähnlicher Weise sabotiert?
  • Was überrascht Sie daran, wie der Eigentümer des Feldes mit der Sabotage umgeht (Verse 28-30)?
  • Warum ist dem Eigentümer jede Ähre des Weizens so wichtig (Vers 29)?
  • In welchem Verhältnis stehen Same und Frucht zueinander?

    2. DIE AUSLEGUNG (Verse 36-43). Das "Feld" hat zwei Bedeutungen: in Vers 38 "die Welt" und in Vers 41 "das Reich des Menschensohns", also die christliche Kirche.
  • Zuvor hatte Jesus das Wort Gottes als den Samen bezeichnet. Warum nennt er jetzt die Menschen Samen (Vers 38)?
  • Wer sät die Menschen, und wie (Verse 37.39)?
  • Was zeigt uns dieses Gleichnis über die Arbeitsweise des Teufels?
  • Was bezweckt Satan damit, dass er seine Kinder ausgerechnet in die christliche Kirche hinein sät?
  • Wie sähe die Gemeinde Gottes aus, wenn es darin keine Betrüger gäbe?
  • Warum können wir nicht immer sicher wissen, wer zu Gott und wer zu Satan gehört?
  • Warum darf man "die Söhne des Teufels" nicht vor dem Letzten Gericht aus der Kirche hinauswerfen?
  • Wenden Sie die Botschaft dieses Gleichnisses auf Ihre eigene christliche Gemeinde an.
  • Welcher Same sind Sie: Weizen oder Unkraut? (Sie können auch im Stillen antworten.)
  • Ist es nach diesem Gleichnis möglich, dass jemand halb Weizen und halb Unkraut ist? Warum (nicht)?
  • Wie wird das Ende der Welt aussehen (Verse 41-43)?
  • Welche Ernte erwartet Gott von der Welt?

    3. DIE GERECHTEN (Vers 43)
  • Warum verwendet Jesus bei der Auslegung des Gleichnisses plötzlich das Wort "Gerechte"?
  • Der Leiter sollte Römer 4,5 vorlesen. Wie wird man gerecht?

    4. ZUSAMMENFASSENDE FRAGEN
  • Was ist der grundsätzliche Unterschied zwischen einem echten Christen und einem Betrüger?
  • Was denken Sie - was möchte Jesus Ihnen persönlich durch dieses Gleichnis sagen?

    GUTE NACHRICHT: Obwohl Jesus der beste Weizen auf der ganzen Erde war, wurde er gesammelt und in den Feuerofen geworfen wie Unkraut. Deshalb kann er jetzt Unkraut in Weizen verwandeln und diesen dann am Ende der Zeit mit der Ernte in sein Reich einbringen.


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    15. PETRUS LÄUFT AUF DEM WASSER (14,22-34)


    HINTERGRUND: Der See Genezareth ist etwa 20 km lang und 12 km breit. Fallwinde von den Bergen können auf dem See heftige Stürme verursachen. - Die vierte Nachtwache begann etwa um 3 Uhr morgens (Vers 25). Zu diesem Zeitpunkt waren die Jünger schon etwa 9 Stunden auf dem See.

    1. Warum schickte Jesus seine Jünger auf den See, obwohl er sicher wusste, was ihnen dort passieren würde (Vers 22)?
  • Warum schickt Jesus manchmal auch uns sozusagen in einen Sturm hinein?

    2. Stellen Sie sich vor, wie es den Jüngern ging und was sie taten, während um sie herum Stunde um Stunde der Sturm tobte (Vers 24).
  • Was dachten die Jünger wohl von Jesus, der nicht mit ihnen ins Boot gestiegen war?
  • Was denken Sie - worum hat Jesus gebetet, während seine Freunde in Lebensgefahr waren (Vers 23)?

    3. Die Jünger konnten sich nicht vorstellen, dass Jesus auf dem Wasser laufen kann. Was erwarteten sie vielleicht in dieser Situation von ihm?
  • Was erwarten Sie von Jesus, wenn Sie in einer hoffnungslosen Situation sind?
  • Warum dachten die Jünger, Jesus wäre ein Geist (Vers 26)?

    4. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Jesus mitten in dem "Sturm", den Sie erleben, steht und sagt: "Sei getrost. Ich bin’s. Fürchte dich nicht." (Vers 28)?
  • Die Worte "Ich bin’s." sind im Hebräischen gleichzeitig der Gottesname Jahwe. Warum wollte Jesus in dieser Situation gerade diese Worte sagen?

    5. Versuchen Sie möglichst viele Gründe dafür zu finden, warum Petrus auf riesigen Wellen laufen wollte, während das Boot in der Dunkelheit hin- und hergeworfen wurde (Vers 28).
  • Denken Sie, dass Sie es in der Situation gewagt hätte, auf die Wellen hinauszutreten?
  • Warum scheiterte Petrus mit seinem Experiment (Vers 30)?

    6. Was fehlte dem Glauben von Petrus zu diesem Zeitpunkt noch (Vers 31)?
  • Was würden Sie antworten, wenn Jesus die Worte in Vers 31 zu Ihnen sagt?
  • Warum ist es wichtig, dass wir unseren Glauben realistisch einschätzen?
  • Welchen Trost hat dieser Text für diejenigen, die wissen, dass sie einen zu kleinen Glauben haben?

    7. Warum kam Jesus nicht schon vor 3 Uhr morgens, um seinen Freunden zu helfen? (Welche wichtige Lektion hätten die Jünger nicht gelernt, wenn Jesus früher gekommen wäre? s. Verse 31-33)
  • Warum kommt Jesus mit seiner Hilfe oft viel später als wir das erwarten?

    GUTE NACHRICHT: Niemand reichte Jesus die Hand, als er mitten im Sturm war (als er am Kreuz Gottes Zorn trug). Das war der Preis, den Jesus für unseren Kleinglauben zahlen musste. Aber deshalb kann er jetzt seine rettende Hand sogar einem Menschen hinstrecken, der einen zu kleinen Glauben hat.


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    16. GROSSE SORGE UND GROSSER GLAUBE (15,21-28)


    HINTERGRUND: Die Kanaaniter waren schon immer die Feinde der Juden gewesen. - Tyrus und Sidon lagen etwa 45 bis 60 km von Galiläa entfernt. Jesus wollte seine Reise geheimhalten (Markus 7,24). Der Leiter sollte kurz die wichtigsten Fakten über König David zusammenfassen (Vers 22).

    1. Stellen Sie sich das tägliche Leben dieser Mutter vor, besonders ihre Beziehungen zu anderen Menschen (Tochter, Ehemann, die anderen Kinder, Nachbarn ...).
  • Woran gab sich die Mutter vielleicht selbst die Schuld?
  • Welche Mütter haben heutzutage solche Sorgen wie diese Frau damals?

    2. Die kanaanäische Frau wusste etwas von Jesus, was den meisten Juden nicht bewusst war: dass Jesus der Sohn Davids war (Vers 22). Was denken Sie - wie hatte sie das erfahren?
  • Warum bat die Mutter um Erbarmen für sich selbst (Vers 22)?

    3. Was waren die drei Reaktionen von Jesus auf den Hilferuf dieser Mutter (Verse 23-36)?
  • Sonst wandte sich Jesus allen Leidenden sofort zu. Warum zeigte er dieser Frau die kalte Schulter?
  • Was würden Sie tun, wenn Jesus Sie genauso behandelt wie diese Frau?

    4. Wie ging es den Jüngern mit dieser kanaanäischen Frau und der ganzen Situation (lesen Sie Vers 23 in verschiedenen Übersetzungen)?

    5. Wie reagierte die kanaanäische Mutter auf die scheinbare Ablehnung Jesu (Verse 23.25.27)?

    6. Was denken Sie - was ging in Jesus vor, während er vor dieser leidenden Mutter schwieg?
  • Warum schweigt Jesus manchmal, wenn wir zu ihm um Hilfe rufen?
  • Warum muss der Glaube von jedem von uns auf die Probe gestellt werden?

    7. Jesus lobte den Glauben nur bei zwei Menschen. Versuchen Sie, möglichst viele Merkmale des großen Glaubens dieser Mutter zu finden (Vers 28).

    8. Was denkt man normalerweise darüber, wie man großen Glauben bekommt?
  • Der Leiter sollte Markus 7,30 vorlesen. Woher hatte diese heidnische Mutter einen so großen Glauben - sogar bevor sie das Wunder gesehen hatte?
  • In welchen Situationen brauchen wir großen Glauben?

    9. Was war für Jesus der einzige Zweck dieser Reise?

    GUTE NACHRICHT: Am Kreuz musste Jesus an Gott glauben, obwohl der schwieg (vgl. Psalm 22,1-2.24). Zu diesem Zeitpunkt war der Glaube Jesu dem Glauben der kanaanäischen Frau sehr ähnlich. Der große Unterscheid lag darin, dass Gott bei Jesus aufgrund seines Zorns schwieg - und nicht aus Liebe.


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    17. SIMON WIRD EIN FELS (16,13-23)


    HINTERGRUND: Der Titel Christus im Neuen Testament bedeutet dasselbe wie der Titel Messias im Alten Testament, nämlich "der Gesalbte". Zur Amtseinführung wurden Könige und Hohepriester mit Öl gesalbt.

    1. Was denken Sie, mit diesem Text im Hinterkopf (Verse 13-17), über den Satz: "Jeder wird durch seinen eigenen Glauben gerettet"?
  • Warum ist das richtige Glaubensbekenntnis für die christliche Kirche so wichtig?

    2. Was ist für Sie leichter zu glauben: dass Jesus der Prophet Elia war (der 800 Jahre zuvor gestorben war) oder der Prophet Jeremia (der 600 Jahre zuvor gestorben war) oder Johannes der Täufer (der ein paar Jahre zuvor getötet worden war) oder dass er der Christus war, der Sohn des lebendigen Gottes (Verse 14-16)?
  • Was denken Sie - können Menschen, die auf die Frage von Jesus so antworten wie in Vers 14 wirklich Christen genannt werden? Warum (nicht)?

    3. Warum begriffen trotz der vielen Wunder, die Jesus tat, die meisten seiner Zeitgenossen nicht, dass er der Messias war, der im Alten Testament vorhergesagt worden war?

    4. Wie kommen wir, diesem Text zufolge, zum wahren Glauben (Vers 17)?

    5. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie jemand einen "Felsen" nennt?
  • Wie ging es Petrus wohl damit, dass Jesus ihn einen "Felsen" nannte?
  • Manche Menschen denken, dass mit dem "Felsen" Petrus als Einzelperson gemeint war. Andere denken, dass Jesus das Bekenntnis von Petrus in Vers 16 meint. Was denken Sie?

    6. Was bedeutet Vers 19? (Was sind die Schlüssel des Himmelreichs? Wer hat diese Schlüssel heute?)

    7. Warum konnte Petrus nicht glauben, dass mit Jesus so etwas geschieht, wie in Vers 21 beschrieben ist?
  • Vergleichen Sie die Verse 17 und 23. Woher kommen die Worte von Petrus?
  • Was fehlte Petrus an seinem Glauben noch - trotz des Bekenntnisses?

    8. Wie kann Jesus denselben Menschen "Fels" und "Satan" nennen?
  • Was beweist, dass Petrus zu diesem Zeitpunkt nicht von einem Dämon besessen war?
  • Was wollte Satan durch Petrus erreichen?
  • In welchen Situationen können Christen für geliebte Menschen zu einem Werkzeug Satans werden?

    9. Was ist der Unterschied zwischen den beiden Denkweisen in Vers 23?
  • Welche Denkweise ist in der christlichen Gemeinde weiter verbreitet?
  • Wie behandelt Jesus einen Menschen, der ein Werkzeug Satans im Leben anderer ist?

    GUTE NACHRICHT: Lesen Sie Vers 21 und fügen Sie hinzu: "wegen der Sünden von Petrus und wegen meiner Sünden."


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    18. JESUS SIEHT AUS WIE GOTT (17,1-9)


    HINTERGRUND: Mose und Elia wollten Gott sehen, und zwar hunderte von Jahren vor diesen Ereignissen, aber sie konnten es nicht. Im Alten Testament heißt es, dass jeder Sünder, der Gott sieht, sterben muss. Wie Mose und Elia gestorben sind, kann man in 5. Mose 34,1-6 und 2. Könige 2,11 nachlesen. Der Berg der Verklärung könnte der Hermon sein (2760 m). Schauen Sie einmal nach, wo er liegt.

    VERS 1: Wie ging es den drei Jüngern wohl damit, dass Jesus nur sie und sonst niemanden auf diese Bergtour mitnahm?
  • Wie war es wohl, mit der Ausrüstung von damals einen so hohen Berg zu besteigen?

    VERS 2: Haben Sie sich schon einmal gewünscht, Gott zu sehen? Wenn ja, in welcher Situation war das?
  • Warum haben sich das Gesicht und die Kleidung von Jesus so verändert?
  • Warum wollte Gott die göttliche Gestalt seines Sohnes einmal vor den Menschen zeigen?
  • Warum starben die Jünger nicht, obwohl sie den heiligen Gott mit eigenen Augen sahen?

    VERS 3: Warum mussten dabei auch zwei Vertreter des Alten Testaments anwesend sein?
  • Warum wählte Gott niemanden als Mose und Elia aus, um auf dem Berg zu sein?
  • Wie ging es wohl diesen beiden, als sie den Messias sahen, den sie vorhergesagt hatten?

    VERS 4: Warum ging es den Jüngern in dieser Situation so gut?
  • Wenn Sie schon einmal ein geistliches Erlebnis hatten, nach dem Sie nicht in den Alltag zurückkehren wollten, erzählen Sie davon.
  • Was denken Sie - wie stellte sich Petrus das Leben auf dem Berg vor?

    VERS 5: Was bedeutete die Wolke hier?
  • Warum sagte Gott nicht "Gehorcht ihm", sondern "Auf ihn sollt ihr hören"?
  • Vergleichen Sie dieses Geschehen mit dem am Berg Sinai, also Gott seinem Volk die Gebote auf Steintafeln aufschrieb. Was ist der Unterschied?

    VERS 6: Petrus hatte gerade gesagt, dass es sich hier gut leben lässt. Wovor hatte er jetzt Angst?
  • Fühlt es sich gut oder schlecht an, wenn man dem heiligen Gott persönlich nahe ist?
  • Mit welchem Jesus könnten Sie leichter reden: Mit dem, der die Kleidung eines Zimmermanns trägt oder mit dem, der die Kleider der Gerechtigkeit trägt? Warum ist das so?

    VERSE 7-9: Warum musste Jesus seine Jünger berühren?
  • Wie ging es den Jüngern wohl damit, dass Mose und Elia wieder verschwunden waren?
  • Warum wollte Jesus nicht, dass jemand von der Verklärung erfährt - nicht einmal die andern 9 Jünger?

    GUTE NACHRICHT: Vom Berg der Verklärung ging Jesus seinen Weg auf den Hügel Golgatha. Um uns die weißen Kleider der Gerechtigkeit zu geben, musste Jesus nackt am Kreuz hängen und die Schande unserer Sünde tragen.

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    19. DER UNBARMHERZIGE KNECHT (18, 21-35)



    HINTERGRUND: In diesem Gleichnis steht der König für Gott, die Diener für uns Menschen, die Schuld für unsere Sünde und das Gefängnis für die Hölle. Ein Talent (oder Zentner Silber) entspricht 17 Jahreslöhnen (Vers 24). 100 Denare (Silbergroschen) entsprechen etwa drei Monatslöhnen (Vers 28).

    1. Was denken Sie - wie oft könnten Sie jemandem vergeben, der immer wieder an Ihnen schuldig wird (Vers 21)?

    2. DAS GLEICHNIS AN SICH
  • Wie viel wären 10.000 Talente in Ihrer Währung (Verse 23-24)?
  • Wie kann eine einzige Person so hohe Schulden anhäufen?
  • War das Urteil des Königs Ihrer Meinung nach gerecht (Vers 25)? Warum (nicht)?
  • Warum bat der Knecht den König nicht darum, die Schuld zu erlassen (Vers 26)?
  • Was denken Sie - wie wollte dieser Knecht die 10.000 Talente verdienen (Vers 26)?
  • Der Knecht scheint nicht besonders glücklich und dankbar wegen der erlassenen Schulden zu sein (Verse 27-28). Warum nicht?
  • Wie lange muss man für drei Monatslöhne sparen (Vers 29)?
  • Was hätte bei dem ersten Knecht passieren müssen, dass er dem zweiten die Schulden erlassen hätte (Vers 30)?

    3. DAS GLEICHNIS FÜR UNS HEUTE
  • Was haben Sünde und Schulden gemeinsam?
  • Stellen Sie sich vor, Sie sammeln bei Gott jedes Mal Schulden an, wenn Sie sündigen: eine Lüge 50 Euro, einen Menschen hassen 100 Euro usw. Was denken Sie - wie hoch wäre Ihre Schuld im Moment?
  • Wie verteidigen wir uns normalerweise, wenn wir unserem Nächsten nicht vergeben wollen?
  • Was ist falsch am Glauben eines Menschen, der mit Gott so redet wie in Vers 26?

    4. ZUSAMMENFASSUNG
  • Ist der erste Knecht ein Christ oder nicht? Wie kommen Sie zu Ihrer Meinung?
  • Was ist der Unterschied zwischen nicht vergeben wollen und nicht vergeben können?
  • Wie bekommen wir, diesem Gleichnis zufolge, ein Herz, das bereit ist zu vergeben (Verse 32-33)?
  • Jesus betete für diejenigen, die ihn ans Kreuz nagelten. Warum wurde er dann so bestraft wie der unbarmherzige Knecht in diesem Gleichnis (Verse 34-35)?

    GUTE NACHRICHT: Jesus tauschte mit uns unbarmherzigen Knechten. Er bezahlte unsere Schulden und die Schulden der ganzen Welt bis zum letzten Cent. Er zahlte nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem eigenen, kostbaren Blut (1. Petrus 1,18-19).


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    20. EHE, SCHEIDUNG UND WIEDERHEIRAT (19,1-12)



    1. SCHEIDUNG (Verse 1-9)
  • Warum beschäftigten sich die Pharisäer mit der Frage der Ehescheidung (Vers 3)?
  • Was denken die Menschen heutzutage über Ehescheidung?
  • Was sagt Jesus - was passiert, wenn zwei Menschen heiraten (Verse 4-5a)?
  • Der Leiter sollte 5. Mose 24,1 vorlesen. Was genau hat Mose in diesem Text geboten, und was hat er zugelassen? Vergleichen Sie das mit der Auslegungen der Pharisäer (Vers 7).
  • Was sind nach Jesus die Argumente für eine lebenslange Ehe (Verse 4-6.8-9)?
  • Was denken Sie - warum ist Untreue der einzige Scheidungsgrund, den Jesus akzeptiert (Vers 9)?
  • Was geschieht mit einer Gesellschaft, in der Ehescheidung immer mehr zur Normalität wird?

    2. WIEDERHEIRAT (Verse 9-10)
  • Vergleichen Sie die Verse 8-9 und Matth. 5,32. Was sagt Jesus über Wiederheirat, solange der Ehepartner noch lebt? Bleiben Sie am Text.
  • Der Leiter sollte 1. Kor. 7,10-11 und Röm. 7,2-3 vorlesen. Was lehrt Paulus über Wiederheirat, solange der geschiedene Ehepartner lebt?
  • Warum reagierten die Jünger so auf die Worte Jesu (Vers 10)?
  • Was denken Sie - warum werden die Worte von Jesus und Paulus zur Wiederheirat in christlichen Gemeinden heute fast vollständig ignoriert?

    3. EHELOSIGKEIT (Verse 11-12)
  • Was bedeutet es, wenn jemand von Geburt an "verschnitten" ist?
  • Wie kann jemand durch andere Menschen zur Ehe unfähig gemacht werden?
  • Was bedeutet es praktisch, dass jemand bewusst ehelos lebt um des Himmelreiches willen?

    4. ZUSAMMENFASSUNG
  • Denken Sie, dass ein Mensch ohne sexuelle Befriedigung ein erfülltes Leben führen kann? Warum (nicht)?
  • Was ist, laut Jesus, wichtiger für einen Christen als das persönliche Glück?
  • Um wessen Wohl ging es Jesus bei diesen strengen Regeln für die Beziehungen zum anderen Geschlecht eigentlich?
  • Was sollte ein Mensch tun, der sich nicht an das gehalten hat, was Jesus hier sagt?
  • Was denken Sie - wie verändert sich die Haltung eines Menschen zur Bibel, wenn er meint, dass das, was Jesus hier sagt, heute nicht mehr gilt?

    GUTE NACHRICHT: Der Leiter sollte Johannes 8,4-11 vorlesen.

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    21. NIE ZU SPÄT (20, 1-16)


    HINTERGRUND: Das Leben von Tagelöhnern war zur Zeit Jesu sehr unsicher. - Teilt man den durchschnittlichen Jahreslohn durch 300, hat man den Wert von einem Denar. - Die Stunden wurden von 6 Uhr morgens gezählt. - Der Herr des Weinbergs steht in diesem Gleichnis für Gott, der Weinberg für sein Reich.

    1. DAS GLEICHNIS
  • Wie oft ging der Herr an dem Tag aus, um Arbeiter für den Weinberg einzustellen (Verse 1-6)?
  • Warum verhandelte er nur der mit ersten Gruppe einen konkreten Lohn (Verse 2,4)?
  • Überlegen Sie, warum einige der Arbeiter um 6 Uhr morgens nicht auf dem Marktplatz waren.
  • Warum stellte der Hausherr nicht nur die besten sondern alle verfügbaren Arbeiter ein?
  • Warum waren die letzten von niemandem eingestellt worden (Verse 6-7)? Finden Sie mehrere Gründe.
  • Vergleichen Sie den Tag der ersten Gruppe mit dem der letzten (Verse 7.12). Welcher ist interessanter?
  • Stellen wir uns vor, in der letzten Gruppe waren fünf Männer. Wieviel Geld hätte sich der Hausherr (in Ihrer Währung) gespart, wenn er diese fünf Männer nicht eingestellt hätte?
  • Warum bezahlte der Hausherr zuerst die, die er zuletzt eingestellt hatte (Vers 8)?
  • Warum beschwerte sich die erste Gruppe, obwohl sie alle das bekamen, was ihnen zugesagt worden war?
  • War es Ihrer Meinung nach gerecht, wie der Hausherr die Löhne zahlte? Warum (nicht)?
  • Warum wollte der Hausherr jedem den gleichen Betrag geben? Versuchen Sie, möglichst viele Gründe zu finden.

    2. DIE AUSLEGUNG DES GLEICHNISSES
  • Warum möchte Gott, dass wirklich jeder in seinem Reich arbeitet?
  • Wofür steht der "Lohn" in diesem Gleichnis?
  • Warum ist der Lohn im Reich Gottes für alle gleich?
  • Zu welcher "Tageszeit" sind Sie ins Reich Gottes berufen worden?
  • Wer hat Ihrer Meinung nach mehr Glück gehabt: jemand, der sein ganzes Leben im Reich Gottes gearbeitet hat oder jemand, der erst in letzter Minute gerettet wurde? Begründen Sie Ihre Meinung.
  • Wie geht es Ihnen, wenn jemand in Ihrer Gemeinde gelobt wird, und Sie wissen genau, dass Sie mehr getan haben als er/sie?
  • Wie werden Sie sich fühlen, wenn Gott Ihnen am Ende der Welt den gleichen Lohn geben wird wie er auch z. B. dem Apostel Paulus gibt?
  • Was bedeutet Vers 16 in diesem Gleichnis?
  • Jesus sagt heute auch zu Ihnen: "Geh hin und arbeite in meinem Weinberg." Was antworten Sie ihm?

    GUTE NACHRICHT: Jesus selbst tat die schwerste Arbeit im Reich Gottes. Er hat so hart gearbeitet, dass am Ende der Welt jeder Mensch auf der Erde als Lohn einen Denar erhalten könnte, den er (Jesus) erarbeitet hat.


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    22. DER KÖNIG KOMMT IN SEINE STADT (21,1-11)


    HINTERGRUND: Die Menschen warteten auf ein Zeichen als Beweis dafür, ob Jesus ein König war oder nicht - und der Esel war das Zeichen, wie es Sacharja (Sach. 9,9) vorhergesagt hatte. Jesus war ein Sohn von König David in der 30. Generation.

    1. DER TRIUMPHZUG
  • Was erwarten die Leute normalerweise von einem König, der im Triumph in die Hauptstadt einzieht?
  • Erwarteten die Jünger etwas anderes von Jesus als die Menschenmenge? Wenn ja, was?
  • Schauen Sie sich alles nacheinander genau an, was passierte, als Jesus zum letzten Mal nach Jerusalem kam. Wer plante den Empfang von Jesus? Wie begann alles? Warum breiteten die Leute ihre Kleider auf den Weg? Warum war die ganze Stadt auf den Beinen?

    2. DER KÖNIG
  • Warum ritt Jesus auf einem Esel nach Jerusalem, und nicht auf einem Pferd?
  • Woher wussten die Leute, dass Jesus der Sohn Davids war (vgl. Matth. 20,31)?
  • Was war an Jesu Verhalten königlich?
  • Warum hatten die Leute plötzlich keine Angst mehr davor, ihn König zu nennen, obwohl das der römischen Besatzungsmacht gar nicht gefiel?
  • Bis jetzt hatte Jesus sich nie als König ausrufen oder feiern lassen. Warum war das jetzt für ihn normal?
  • Worin unterscheiden sich die Könige dieser Welt und Jesus hier?
  • Warum musste Jesus als ein König sterben?

    3. DAS VOLK
  • Denken Sie, dass sich Jesus über diese plötzliche Beliebtheit freute? Warum (nicht)?
  • Was denken Sie - wieviel Prozent dieser Menschen rief nur wenige Tage später "Kreuzige ihn!"?
  • Warum setzte sich niemand aus dieser jubelnden Menge für Jesus ein, als er misshandelt wurde?
  • Wie würden Sie sich verhalten, wenn Sie ganz allein dastehen, weil alle Ihre Freunde anderer Meinung sind?

    4. HOSANNA (d. h. "O Herr, rette/hilf uns!")
  • Was bedeutet der Ruf des Volkes in Vers 9 eigentlich? Denken Sie an die Bedeutung von "Hosanna".
  • Warum ist es beim König Jesus angemessener "Hilf mir" zu rufen, als "Hurra"?
  • Was ist an Vers 11 so überraschend?
  • Welche Auswirkungen hatte dieses Ereignis auf die Zukunft von Jesus?

    5. DU UND ICH
  • Warum haben Sie in letzter Zeit / diesen Advent "Hosanna, hilf mir" gerufen?
  • Warum ist dieser Hilferuf die beste Vorbereitung für Weihnachten?

    GUTE NACHRICHT: Lesen Sie Vers 5, und setzen Sie Ihren Namen ein statt "Tochter Zion".


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    23. DAS HOCHZEITSFEST DES PRINZEN (22,1-14)


    HINTERGRUND: Eine Hochzeit war einer der Höhepunkte im Leben der Menschen zur Zeit Jesu. - Im Buch der Offenbarung wird der Himmel manchmal als eine "Hochzeit" bezeichnet. - Die eingeladenen Gäste in diesem Gleichnis stehen ursprünglich für die Juden, aber sie stehen jetzt auch für alle, die Kontakt zu christlichen Gemeinden haben, die Einladung Gottes aber nicht ernstnehmen.

    1. Denken Sie an eine königliche Hochzeit oder ein ähnliches Fest. Welche Gäste sind dort eingeladen?
  • Was denken Sie - wer würde sich heutzutage so benehmen wie in den Versen 3-5 beschrieben?

    2. Was dachten die geladenen Gäste vielleicht über den König?
  • Warum war es relativ leicht für die Gäste, die Einladung abzulehnen?
  • Warum hatten die geladenen Gäste keine Angst vor Konsequenzen ihres Verhaltens?

    3. Gott lädt uns Menschen zu seiner königlichen Hochzeit ein - durch seine Diener und durch die Bibel. Warum verhalten sich die meisten Menschen so wie die geladenen Gäste in diesem Gleichnis (Verse 3-5)?

    4. Wie geht es Ihnen, wenn Sie in die Gemeinde, zum Bibelstudium o. ä. eingeladen werden, wenn Sie gerade viel mit anderen Sachen zu tun haben?
  • Wie wertvoll ist Ihnen die königliche Hochzeit, also der Himmel - was kann man aus Ihrer Haltung zu Gottes Einladung (der Bibel) ablesen?

    5. Warum werden die Diener Gottes in dieser Welt manchmal wie in Vers 6 behandelt?
  • Wann wurde Vers 7 erfüllt oder wann wird er erfüllt werden?

    6. Vergleichen Sie das tägliche Leben der zuerst und der zuletzt zur Hochzeit eingeladenen Gäste (Verse 5,10).
  • Wer sind heutzutage diejenigen, die "von den Straßen" ins Himmelreich kommen (Verse 9-10)?
  • Woran erkannten die Faulenzer, dass die Einladung des Königs ernstzunehmen war?
  • Für wen ist die Einladung zu Gottes himmlischem Hochzeitsfest eher eine Freude als eine Last?

    7. Der König wird für jeden Gast von der Straße ein Festgewand vorbereitet haben. Was denken Sie - warum hat sich einer der Gäste geweigert, das Festgewand zu tragen (Verse 11-12)?
  • Ein Festkleid steht in der Bibel oft für das Kleid der Gerechtigkeit von Gott. Welche Art von Glauben hat ein Mensch, der denkt, er könne in seiner eigenen "Kleidung" in den Himmel kommen?

    8. Was bedeutet Vers 14 vor dem Hintergrund des gesamten Gleichnisses?
  • Wer hat die Einladung zu Gottes königlicher Hochzeit noch nicht erhalten?
  • Wer ist nicht auserwählt? Bleiben Sie am Text.

    9. Warum musste Jesus das gleiche Schicksal erleiden wie der Gast ohne Festkleid (Vers 13)?

    GUTE NACHRICHT: Der Leiter sollte Offenbarung 7,13-14 lesen.


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    24. WER IST EIN HEUCHLER? (23,1-12)


    HINTERGRUND: Als Jesus die Pharisäer und Schriftgelehrten öffentlich kritisierte, war das ein Skandal - etwa so, als würde man heute einen berühmten Bischof im Fernsehen als Heuchler bezeichnen. - "Auf dem Stuhl des Mose sitzen" bedeutete, dass jemand berechtigt war, das Alte Testament (das Gesetz des Mose) zu lehren (Vers 2).

    1. Woran konnte man zur Zeit Jesu erkennen, dass jemand ein Heuchler war (Verse 2-7)?
  • Sagen Sie in einem Satz, was Jesus gegen die Pharisäer und Schriftgelehrten hatte.

    2. Woran kann man heutzutage erkennen, dass jemand ein Heuchler ist?
  • Wo kann man in unsere Zeit "Pharisäer" treffen?
  • Welche Art von Lehre bringt in den christlichen Gemeinden nur noch mehr "Pharisäer" hervor?

    3. Welche Maßstäbe legten die Pharisäser damals an andere Menschen an?
  • Welche Maßstäbe legen die Heuchler heute an andere Menschen an?

    4. Warum legen Menschen oft so viel Wert auf Titel und Positionen?
  • Was würden Sie sagen - wie wichtig sind Titel und Positionen in Ihrer Gemeinde?
  • Was ist, nach der Auffassung von Jesus, falsch an Titeln und Positionen?

    5. Warum ist es manchmal sogar für Christen schwer, Diener für andere zu sein (Vers 11)?
  • Was ist der Unterschied zwischen "Diener sein" (wie es Jesus in Vers 11 meint) und einem Minderwertigkeitskomplex?
  • Beschreiben Sie einen christlichen Leiter, der Vers 11 ernstnimmt.

    6. Was bedeutet Vers 12 ganz praktisch?
  • Erzählen Sie, wie Vers 12 in Ihrem Leben wahr geworden ist.

    7. Inwiefern war Jesus anders als die geistlichen Leiter seiner Zeit?
  • Warum forderte Jesus nie Respekt oder eine Position für sich selbst, obwohl er doch mehr als jeder andere auf der Welt das Recht dazu gehabt hätte?

    8. Was ist für Sie an diesem Text am wichtigsten? Und was für Ihre Gemeinde?

    GUTE NACHRICHT. Jesus legte nie jemandem schwere Lasten auf. Im Gegenteil - er nahm die Sünden der ganzen Welt auf seine Schultern und trug sie an das Kreuz.


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    25. HIMMEL UND ERDE WERDEN VERGEHEN (24,29-44)


    HINTERGRUND: Es wird unter Christen viel darüber spekuliert, in welcher Reihenfolge welche Ereignisse stattfinden, wenn Jesus wiederkommt. Hier geht es jedoch nicht um die Reihenfolge, sondern um die Ereignisse an sich. - Der Leiter sollte kurz das Wichtigste zu Noah und seiner Zeit erläutern (Verse 37-29, s. 1. Mose 6-7).

    1. Was würden Sie denken/fühlen/tun, wenn Sie hören würden, dass Jesus heute wiederkommt?
  • Was ist der Unterschied zwischen dem Warten auf Jesus und dem Warten auf den Tod?

    2. Welche Veränderungen gibt es in der Atmosphäre und im Universum, bevor Jesus wiederkommt? Versuchen Sie diese Phänomene mit Ihren eigenen Worten wiederzugeben (Vers 29). (Was könnte der Auslöser dafür sein, dass Sonne und Mond auf der Erde nur noch schwach zu sehen sind? Denken Sie an Noahs Zeit.)
  • Welche der vorhergesagten Veränderungen sind noch nicht eingetroffen (Vers 29)?

    3. Inwiefern unterscheidet sich das erste Kommen Jesu vom zweiten (Vers 30)? Versuchen Sie möglichst viele Unterschiede zu finden.
  • Warum werden alle Völker klagen, wenn Jesus wiederkommt (Vers 30)?

    4. Was wird mit den Christen geschehen, wenn Jesus wiederkommt (Vers 31)?
  • Wären Sie gern noch am Leben, wenn das geschieht, was in Vers 31 beschrieben wird? Warum (nicht)?

    5. Was will Jesus über die Zeit seiner Wiederkunft durch das Gleichnis vom Feigenbaum sagen (Verse 32-34)? (Denken Sie, dass es hier um das moderne Israel geht? Wenn ja, inwiefern?)

    6. Was bedeuten die Worte Jesu (also die Bibel) für die Christen der letzten Generation (Vers 35)?
  • Was bedeutet es Ihnen, dass es in dieser Welt etwas gibt, was niemals vergehen wird?

    7. Warum kennt nicht einmal Jesus den Tag seiner Wiederkunft (Vers 36)?
  • Wie würde sich Ihr Leben verändern, wenn Sie wüssten, wann Jesus wiederkommt?

    8. Inwiefern ähneln die Zeitgenossen Noahs den Menschen unserer Zeit (Verse 38-39)? (Wofür interessieren sie sich - und was ist ihnen völlig egal?)

    9. Was bedeuten die Verse 40-41? Vergleichen Sie sie mit der Zeit Noahs und mit Vers 31.
  • Stellen Sie sich vor, wie es in der Welt aussieht, wenn das geschieht, was hier steht (Verse 40-41).

    10. Für wen wird das Kommen von Jesus so sein wie das Kommen eines Einbrechers (Verse 43-44)? Für wen wird es sein wie das Treffen mit einem lieben Freund, auf den man schon lange wartet?
  • Welchen Rat gibt Jesus in den Versen 42 und 44 auch für uns heute?
  • Wie kann der Gedanke an das zweite Kommen Jesu für uns ein Trost sein und keine Drohung?


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    26. ZEHN JUNGFRAUEN (25,1-13)


    HINTERGRUND: Für das Öl in diesem Gleichnis gab es im Laufe der Zeit verschiedene Deutungen: Es steht für a) den Heiligen Geist, b) Jesus Christus oder c) die Bibel. - Der Bräutigam ist Jesus, und die Hochzeit steht für die himmlische Herrlichkeit, die nach der Wiederkunft Jesu sichtbar wird.

    1. Was denken Sie - was kennzeichnet einen "wachsamen" Christen?

    2. DAS GLEICHNIS
  • Die Aufgabe der Mädchen bei dieser Hochzeit war es, dem Bräutigam in der Dunkelheit den Weg zu beleuchten. Damals gab es noch keine Armbanduhren, also waren Verspätungen an der Tagesordnung. Was denken Sie - warum kümmerten sich die törichten Jungfrauen nicht darum, dass sie für alle Fälle genug Öl dabei hatten?
  • Finden Sie verschiedene Gründe, warum sich jemand- bewusst oder unbewusst - nicht darum kümmert, dass bei der Hochzeit seines Freundes alles glatt läuft.
  • Inwiefern könnte die Beziehung der klugen Jungfrauen zum Bräutigam anders gewesen sein als die der törichten zu ihm?
  • Warum konnten nicht einmal die klugen Jungfrauen bis Mitternacht wach bleiben (Verse 5-7)?
  • Was halten Sie davon, dass die klugen Jungfrauen ihr Öl nicht mit den anderen teilten (Verse 8-10)?
  • Der Bräutigam kannte vorher sicher alle zehn Mädchen. Warum sagte er dann zu den törichten, dass er sie nicht kennt (Verse 11-12)?

    3. DIE AUSLEGUNG
  • Wen meint Jesus mit den klugen Jungfrauen?
  • Wen meint Jesus mit den törichten?
  • Welche Vorbereitungen müssen wir für das zweite Kommen Jesu treffen, je nachdem, was das Öl für uns bedeutet (s. "Hintergrund").
  • Worin unterscheidet sich der Glaube eines Menschen, der auf das zweite Kommen Jesu vorbereitet ist von dem eines Menschen, der nicht bereit ist?
  • Denken Sie, dass Sie auf das zweite Kommen Jesu ausreichend vorbereitet sind?
  • Was möchte uns Jesus damit sagen, dass alle zehn Mädchen während des Wartens einschlafen (Verse 5.13)?
  • Wann und wie erkennt Jesus diejenigen, die zu ihm gehören (Vers 12)?
  • In welchen Situationen wird uns die Hochzeit im Himmel besonders wertvoll?
  • Was sagt Vers 13 Ihnen persönlich?

    GUTE NACHRICHT: Wir lernen einen Menschen erst dann richtig kennen, wenn er uns auch seine dunkle Seite zeigt. Jesus wird uns nicht wirklich kennen, wenn wir ihm nicht unsere Sünden bekennen und ihn um Vergebung bitten.


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    27. TALENTE INVESTIEREN (25,14-30)


    HINTERGRUND: Ein Talent (oder Zentner) Silber entspricht 17 Jahreslöhnen. - Für die Talente in diesem Gleichnis gibt es drei Auslegungsmöglichkeiten: Die Talent stehen für a) für unsere Fähigkeiten und Geistesgaben, b) für Gottes Gnade (also das Evangelium; vgl. Eph. 4,7) oder c) für die Gnadenmittel, also die Bibel, die Taufe und das Heilige Abendmahl.

    1. Wieviel wäre ein Talent in unserer Währung heute etwa wert? Und wieviel zwei Talente? Und fünf? (Verse 14-15)?
  • Wie würden Sie den Gegenwert von einem Talent heute am sinnvollsten anlegen?
  • Was denken Sie - wie lange würde es dauern, bis sich diese Summe verdoppelt hat?
  • Warum ist es nicht immer leicht, Geld eines anderen Menschen zu investieren?

    2. Nach welchem Kriterium teilte der reiche Mann sein Geld auf (Vers 15)?
  • Was bedeutet es nach Auslegung a, b und c, dass die Knechte verschiedene Geldsummen erhielten?
  • Wann und wie haben Sie Ihr(e) Talent(e) von Gott erhalten?

    3. Inwiefern beeinflusste die Haltung der Knechte gegenüber ihrem Herrn ihr Verhalten?
  • Wie unterschiedlich gingen die Knechte damit um, dass ihr Herr lange nicht zurückkam (Vers 19a)?
  • Wie "investiert" man Geistesgaben am besten (a)? Wie "investiert" man Gottes Gnade (b)? Und wie die Gnadenmittel (c) (Vers 16)?
  • Wie vergräbt man seine Geistesgaben in der Erde? Und wie das Evangelium und die Gnadenmittel (Vers 18)?
  • Welche der drei Auslegungen halten Sie für richtig?

    4. Was zeigt uns Vers 26 über Gott?
  • Wann hatten Sie den Eindruck, dass Gott so hart ist, dass er Unmögliches von Ihnen verlangt (Vers 24)?
  • Was läuft falsch im Glauben eines Menschen, der so handelt wie der dritte Knecht hier (Verse 24-27)?

    5. Wann wird dem faulen Knecht sein einziges Talent weggenommen werden (Vers 28)?
  • Was bedeutet Vers 29 in den Auslegungen a, b und c?

    6. Warum wurde der dritte Knecht so hart bestraft, obwohl er das Geld seines Herrn nicht wirklich unterschlagen hatte (Vers 30)? Bedenken Sie wieder alle drei Auslegungsmöglichkeiten.
  • Warum wurde Jesus selbst wie der böse und faule Knecht bestraft (Vers 30)?

    7. Was müssen wir tun, wenn wir merken, dass wir böse und faule Knechte sind?

    8. Was bringt uns Christen dazu, unsere Talente zu "investieren"?
  • Stellen Sie sich vor, Jesus sagt beim Letzten Gericht die Worte aus Vers 21 zu Ihnen. Was antworten Sie ihm?


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    28. SCHAFE UND BÖCKE (25,31-46)


    HINTERGRUND: Es gibt drei weit verbreitete Auslegungen dieses Gleichnisses: Die geringsten Brüder Jesu sind a) leidende Christen, b) leidende Juden oder c) alle leidenden Menschen weltweit.

    1. Was macht Ihnen an diesem Gleichnis zum letzten Gericht am meisten Angst?
  • Gibt es etwas, was Sie in diesem Gleichnis tröstlich finden? Wenn ja, was?
  • Was würden Sie von Gott halten, wenn er das Unrecht, das Ihnen angetan wurde, nie bestrafen würde?

    2. Was lernen wir aus diesem Gleichnis über Himmel und Hölle (Verse 34.41.46)?
  • Wer sollte in der Hölle landen, wenn wir vom gesunden Menschenverstand ausgehen?
  • Was ist nach diesem Gleichnis die Sünde, die einen Menschen in die Hölle bringt?
  • Warum wird in unserer Zeit immer weniger von der Hölle gesprochen und daran geglaubt?

    3. Wie viele Gruppen der "geringsten Brüder" tauchen in diesem Gleichnis auf (Verse 35-36.42-43)?
  • Wie vielen dieser Gruppen haben Sie geholfen?
  • Mit welcher dieser sechs Gruppen haben Sie die meisten Schwierigkeiten?

    4. Warum ist es so schwer, in einem hungrigen, durstigen, obdachlosen, nackten, kranken und (insbesondere) inhaftierten Menschen Jesus zu sehen?
  • Was tut Ihre christliche Gemeinde für jede dieser sechs Gruppen von Menschen?

    5. Wie haben die "Böcke" evtl. ihr Verhalten verteidigt? Warum haben sie diesen Menschen nicht geholfen?
  • Die "Böcke" erschraken, als sie das Urteil hörten. Warum hatten sie etwas anderes erwartet (Vers 44)?

    6. Warum waren auch die "Schafe" überrascht von den Worten des Königs (Verse 38-39)?
  • Woher nahmen die "Schafe" die Kraft, sogar die Menschen zu lieben, die nicht so liebenswert waren?

    7. Welche der drei Auslegungen (s. Hintergrund) halten Sie für richtig?
  • Welche Folgen haben die einzelnen Auslegungen für unser Verhalten?

    8. Bei diesem Gleichnis geht es scheinbar nur um unsere Taten. Aber wie kommt hier der Glaube ins Spiel? (Wie werden die Menschen überhaupt in "Schafe" und "Böcke" eingeteilt?)

    9. Wann lernte Jesus selbst das Schicksal eines seiner geringsten Brüder kennen? Wann war er hungrig, durstig, obdachlos, nackt, krank und gefangen?
  • Warum bekam Jesus die gleiche Strafe wie die Böcke in Vers 41?

    GUTE NACHRICHT: In der Menschheitsgeschichte gibt es zwei entscheidende Gerichts¬verhandlungen: die Verhandlung Jesu und das Letzte Gericht. Bei einer dieser Verhandlungen muss jeder Rechen¬schaft ablegen, wann wir die Hilfe für die geringsten Brüder unterlassen haben. Wenn Sie darauf ver¬trauen, dass Ihre Sünden in der Verhandlung Jesu mit bestraft wurden, dann werden Sie im Letzten Gericht nicht für schuldig erklärt.


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    29. KAMPF IN GETHSEMANE (26,36-46)


    HINTERGRUND: In der Bibel ist der Kelch meist der Kelch des Zornes Gottes, den der Sünder trinken muss (Vers 39).

    1. Wenn Sie absolut unglücklich sind, wie viele Menschen möchten Sie dann um sich haben? (Warum ging Jesus nicht allein nach Gethsemane?)
  • Diese drei Jünger waren alle Fischer, die schon manche Nacht durchgearbeitet hatten. Warum konnten sie jetzt nicht einmal eine Stunde wach bleiben?

    2. Dies ist das einzige Mal, dass Jesus über seinen eigenen Schmerz spricht (Vers 38). Was genau war an dieser Situation für ihn so schmerzlich?
  • Wenn Sie schon einmal so überwältigt von Trauer waren, bis an den Tod - in welcher Situation war das?

    3. Viele Menschen sind ihrem Tod entgegengegangen, ohne Angst zu zeigen. Warum nicht Jesus? (Was wäre gewesen, wenn Jesus gestorben wäre, ohne Angst zu zeigen? Was hätte dieses Verhalten uns gezeigt?)
  • Warum legt sich jemand mit dem Gesicht nach unten hin (Vers 39)?

    4. Warum bat Jesus seine Jünger nicht, für ihn zu beten (Verse 40-41)?
  • Von welcher Art von Anfechtung/Versuchung spricht Jesus in Vers 41?

    5. Lesen Sie das Gebet in Vers 39. Stimmte der Wille Jesu in diesem Moment mit dem des Vaters überein?
  • Warum ist der erste Teil des Gebets wichtig? Warum ist der zweite Teil genauso wichtig?
  • Was geschieht mit uns, wenn wir nur einen Teil des Gebets beten?

    6. Wie veränderte sich das Gebet Jesu, als er zum zweiten Mal betete (Verse 39.42)?
  • Warum hörte Jesus nach dem ersten oder zweiten Gebet nicht auf zu beten (Verse 39.42.44)?

    7. Veränderte sich der Wille von Jesus, während er betete, und wenn ja, inwiefern?
  • Denken Sie, dass Sie jemals beten könnten, dass der Mensch, den Sie am meisten lieben, Sie, wenn nötig, verlässt? Warum (nicht)?
  • Was wäre geschehen, wenn Jesus sich geweigert hätte, den Kelch des Zornes Gottes zu trinken?

    8. Welchen Eindruck bekommen Sie von Jesus in den Versen 45-46 im Vergleich zu den Versen zuvor? (Warum war er von da an bis zu seinem Tod so ruhig?)

    9. Was wäre geschehen, wenn Jesus ohne diesen Kampf ans Kreuz gegangen wäre?
  • Warum ist es so wichtig, dass auch wir unser Gethsemane haben - vor unserem Golgatha?

    GUTE NACHRICHT: Jesus war so erschüttert, weil er wusste, dass seine enge Beziehung zu seinem Vater von diesem Moment an zerbrochen sein würde. Jetzt müssen wir den Kelch des Zorns nicht mehr trinken, denn Jesus hat ihn für uns getrunken.


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    30. WARUM HAST DU MICH VERLASSEN (27,33-54)


    HINTERGRUND: Am Kreuz kann man nur schwer sprechen, manchmal kann man sogar kaum atmen. - Der Prophet Elia (Vers 49) lebte 800 Jahre vorher. - Ganz normale Leute durften nie auch nur einen Blick in das Allerheiligste hinter dem Vorhang im Tempel (Vers 51) werfen.

    1. Der Vollzug der Todesstrafe war der Besatzungsmacht vorbehalten. Wenn Sie die Verse 33 bis 36 lesen, was denken Sie, wie es den römischen Soldaten ging, als sie lebendige Menschen ans Kreuz nageln mussten?
  • Die Gekreuzigten erhielten oft Wein gegen die Schmerzen. Warum hatten die Soldaten hier Galle hineingemischt, so dass man es unmöglich trinken konnte (Vers 34)?
  • Wie kann sich ein Mensch daran gewöhnen, dass ein anderer Mensch leidet, oder sich sogar daran erfreuen? (Was denken Sie - inwiefern beeinflusst uns die Gewalt in Filmen und Videospielen?)

    2. Warum wird Jesus verspottet, und was ist daran so überraschend (Verse 39-44)?
  • Wenn Sie Jesus zu diesem Zeitpunkt gesehen hätten, hätten Sie dann geglaubt, dass er Gott ist?

    3. Was erwarteten die Feinde Jesu vielleicht als seine letzten Worte?
  • Warum hatte Gott Jesus verlassen (Vers 46)?
  • Hatten Sie schon einmal das Gefühl, Gott hätte Sie verlassen? Wenn ja, in welcher Situation war das?

    4. Was dachten die anderen wohl, als Jesus Gott immer noch seinen Gott nannte?
  • Die Worte in Vers 46 sind ein Zitat aus Psalm 22,2. Warum wollte Jesus seinen Schmerz lieber mit Worten der Bibel ausdrücken als mit seinen eigenen Worten?
  • Was würden Sie gern als letzte Worte auf dieser Erde sagen?

    5. Warum schreien manche Menschen, wenn sie sterben (Vers 50)?
  • Was zeigt uns der Schrei von Jesus über seinen Tod?

    6. Wie veränderte sich im Laufe des Tages die Atmosphäre auf Golgatha (Verse 51-54)?

    7. Wie kam der römische Offizier (der die Bibel nicht kannte) dazu zu glauben, dass dieser von Gott und Menschen verlassene Mann der Sohn Gottes war (Vers 54)?
  • Warum sahen die Juden den Tod Jesu in einem völlig anderen Licht als der römische Offizier?

    8. Wir denken oft, dass das Leid Jesu so groß war, weil er die Sünden der ganzen Welt auf seinen Schultern trug. Was denken Sie - wie groß wäre sein Leiden gewesen, wenn er nur Ihre Sünde getragen hätte?
  • Wenn Sie der einzige Mensch auf der Erde gewesen wären, denken Sie, dass Jesus dann auch gekommen wäre und nur für Sie gelitten hätte? Warum (nicht)?

    GUTE NACHRICHT: Wenn Sie diesen Text lesen, können Sie eines ganz deutlich sehen: wie sehr Jesus Sie liebt.

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    31. EIN GRAB WIRD BEWACHT (27,62-28,15)


    HINTERGRUND: Die Feinde Jesu hatten geplant, dass er wie ein gewöhnlicher Verbrecher enden sollte. Normalerweise verrotteten die Leichname am Kreuz, und die fraßen die Hunde alles, was herunterfiel. Jesus jedoch wurde ordnungsgemäß begraben (Verse 57-61). - Römische Soldaten galten als sehr mutig.

    1. Warum erinnerten sich die Hohenpriester und Pharisäer an die Worte von Jesus über seine Auferstehung, wenn seine Jünger sie offensichtlich vollkommen vergessen hatten (Verse 62-63)?
  • Warum hielten die Hohenpriester die Jünger für mutiger als sie wirklich waren?
  • Denken Sie, dass es die Hohenpriester für möglich hielten, dass Jesus von den Toten aufersteht?

    2. In Vers 65 wird Pilatus zum letzten Mal in der Bibel erwähnt. Welchen Eindruck haben Sie hier von ihm?
  • Was dachte Pilatus vielleicht über die Ereignisse dieses Tages?
  • Denken Sie, dass Pilatus Jesus irgendwann vergessen konnte? Warum (nicht)?

    3. Wie haben wohl die römischen Soldaten reagiert, als ihnen befohlen wurde, einen Leichnam zu bewachen?
  • Schauen Sie sich genau an, was die Soldaten am Ostermorgen erlebten (Verse 2-4).
  • Wie könnte man den Zustand der Soldaten in Vers 4 medizinisch beschreiben?

    4. Was machte den mutigen römischen Soldaten so viel Angst, dass sie ihren Posten verließen?
  • Denken Sie, die Soldaten schauten ins Grab, bevor sie flohen? Wie kommen Sie zu dieser Meinung?

    5. Was denken Sie, wie bewerteten die Hohenpriester den Bericht der Soldaten (Verse 11-14)?
  • Die Hohenpriester bestanden nicht darauf, dass die Wachen bestraft wurden, sondern gaben ihnen stattdessen viel Geld (Verse 12-15)? Was beweist das im Grunde?
  • Wie nutzte Gott sogar das, was die Hohenpriester taten, um sein Reich zu bauen?

    6. Zählen Sie alles auf, was die Hohenpriester davon überzeugt haben müsste, dass Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist.
  • Denken Sie, Sie hätten an die Auferstehung geglaubt, wenn Sie einer der Hohenpriester oder Pharisäer gewesen wären?

    7. An welcher Stelle ist die Geschichte der Soldaten unlogisch (Vers 13)?
  • Wie hat wohl der Centurion (der Vorgesetzte der Soldaten) reagiert, als er das hörte (Vers 13)?

    8. Warum erschien Jesus als der Auferstandene nicht vor den Hohenpriestern?
  • Bald darauf wurden die Jünger mutig und begannen, die Auferstehung zu verkündigen, sogar ohne Angst vor dem Tod. Warum wurden die Feinde Jesus auch dann keine Christen? (vgl. Lukas 16,31)
  • Wie ist der Rest des Lebens für diese Menschen wohl verlaufen?

    9. Was bedeutet die Auferstehung Jesu für Sie persönlich?


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    32. DER GROSSE AUFTRAG (28,16-20)


    HINTERGRUND: 40 Tage waren seit Ostern vergangen. Jesus trifft seine Jünger zum letzten Mal und offenbart ihnen seinen Willen. Er wollte, dass sich Christen ihr Leben lang an seine letzten Worte erinnern.

    1. Was denkt der normale Christ in Ihrer Gemeinde über Mission? (Wieviel ist der normale Christ bereit, an Zeit, Geld und Kraft in Mission zu investieren?)
  • Wie hat sich die Haltung zu Mission während der Zeit Ihres Lebens allgemein verändert?

    2. Jesus hatte seine Jünger gebeten, auf den Ölberg zu kommen. Was dachten die Jünger vielleicht, was dort geschieht (Vers 16)?
  • Woran zweifelten einige der Jünger immer noch (Vers 17)?
  • Warum wollte Jesus genau diese Worte als letztes Gebot an seine Jünger sagen?

    3. Wie konnte Jesus erwarten, dass diese elf ungebildeten Männer die ganze Welt für seine Sache gewinnen würden?
  • Jesus hatte diese Männer drei Jahre vorher berufen, ihm nachzufolgen. Inwiefern war diese Berufung anders als der Missionsbefehl in diesem Abschnitt?

    4. Was dachten die Jünger wohl, als sie die Worte "alle Völker" hörten, und nicht nur Israel (Vers 19)?
  • Welche Einwände hätten die Jünger gegen die Worte Jesu haben können?
  • Was sagen Sie, wenn Sie Ihre Zeit und Ihr Geld nicht für Mission im Ausland einsetzen möchten?

    5. Warum sehen wir jetzt nicht, dass Jesus wirklich alle Macht im Himmel und auf der Erde hat (Vers 18)?
  • Glauben Sie, dass Jesus alle Macht über die Weltgeschichte hat - und auch über das Leben Ihrer Lieben, sogar heute? Warum (nicht)?

    6. Was sollten die Jünger auf dem Missionsfeld tun (Verse 19-20)?
  • Welche zwei Voraussetzungen gibt es, diesem Textabschnitt zufolge, dafür, dass jemand ein Jünger Jesu wird (Verse 19-20)?

    7. Wir wird Jesus seinen Jüngern helfen, diese große Aufgabe zu bewältigen (Vers 20)?

    8. Warum war die christliche Kirche in 2000 Jahren noch nicht in der Lage, die Aufgabe abzuschließen?
  • Was sind die größten Hindernisse für Mission in unserer Zeit?
  • Welche Aufgabe haben Sie in der Mission: sollen Sie selbst ins Ausland gehen oder sollen Sie einer anderen Person helfen zu gehen?
  • Was sind Ihrer Meinung nach die Vor- und Nachteile eines Lebens als Missionar/Missionarin?

    9. Was bedeutet es für Sie, dass Jesus immer bei Ihnen ist, bis ans Ende der Zeit, während Sie die Aufgabe ausführen, die er Ihnen gegeben hat?

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